Vilsbiburg Stuttgart auch von den Roten Raben nicht zu stoppen

Die Roten Raben Vilsbiburg haben ihr Heimspiel gegen Stuttgart verloren. Foto: Georg Gerleigner

Auch die Roten Raben Vilsbiburg haben den Siegeszug von Allianz MTV Stuttgart in der Volleyball Bundesliga nicht stoppen können.

Mit 0:3 (20:25, 14:25, 15:25) verlor die Truppe um Kapitän Leonie Schwertmann ihr Heimspiel gegen die Schwäbinnen, die damit den neunten Erfolg im neunten Saisonspiel feierten und ihren Ruf als derzeit beste deutsche Mannschaft auch in Vilsbiburg untermauerten. Die Raben schlugen sich im Rahmen ihrer realistischen Möglichkeiten respektabel und boten dem Favoriten in zwei von drei Sätzen beträchtlichen Widerstand.

Bei den seit Wochen von Verletzungsproblemen gebeutelten Gastgeberinnen fehlten weiterhin Myrthe Schoot und Daria Przybylak, während Maria Dancheva und Annika Kummer wieder einsatzfähig waren. Auf Ilka Van de Vyver und Laura Künzler mussten die Roten Raben verzichten, weil beide zeitgleich für ihre Nationalteams (Belgien beziehungsweise Schweiz) in der EM-Qualifikation engagiert waren, ebenso wie Cheftrainer Timo Lippuner, der deswegen von seinem „Co“ Konstantin Bitter vertreten wurde. Channon Thompson, die am Wochenende im Trikot von Trinidad und Tobago auf Puerto Rico spielte und erst am Spieltag wieder in Vilsbiburg ankam, stand im Kader, wurde aber mit Blick auf die hinter ihr liegenden Strapazen nicht eingesetzt.

Forscher Raben-Beginn

Vilsbiburg begann mit Corina Glaab im Zuspiel, den Mittelblockerinnen Leonie Schwertmann und Eszter Nagy, Vanessa Agbortabi und Iris Scholten im Außenangriff sowie Maria Dancheva auf der Diagonalposition und Lenka Dürr als Libera. Die 667 Zuschauer, eine den winterlichen Verhältnissen in und um Vilsbiburg geschuldete Kulisse, trauten ihren Augen kaum, als der Außenseiter so forsch loslegte, dass Stuttgarts Trainer Giannis Athanasopoulos beim Stand von 9:4 für Vilsbiburg reagierte und seine zunächst auf der Bank sitzende Top-Angreiferin Krystal Rivers ins Spiel brachte.

Bis 13:8 konnten die Raben ihr Polster bewahren, doch spätestens mit der Einwechslung von Sarah Wilhite im Außenangriff übernahm Stuttgart das Kommando. Bei 15:15 kam es zum Ausgleich, anschließend mussten die Raben ein 20:25 akzeptieren; trotzdem gab’s beim Seitenwechsel Beifall von den Rängen für die couragierte Leistung.

Im zweiten Satz waren die Kräfteverhältnisse eindeutig, die Allianz-Damen brachten jetzt jene offensive Durchschlagskraft aufs Parkett, für die sie ligaweit gefürchtet sind. Dazu kam eine deutliche Dominanz der Gäste bei den Blockpunkten, hier lautete die Bilanz am Ende der Partie 16:4 für Stuttgart. Über 2:8 und 6:16 ging der zweite Durchgang aus Raben-Sicht mit 14:25 verloren.

Zehn Zähler am Stück zum Sieg

Dagegen verlief der dritte Abschnitt wieder eng, jedenfalls bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Aus einem 6:8 machte die Raben mit großem Kampf und einigen auch spielerisch sehr ansehnlichen Punkten ein 15:15. Dann jedoch ging nichts mehr, und der Seriensieger aus Baden-Württemberg machte mit zehn Zählern am Stück das 15:25 und somit das Endergebnis von 0:3 klar.

Zum MVP bei Vilsbiburg wurde Lenka Dürr gewählt, bei Stuttgart Jana-Franziska Poll. Erfolgreichste Punktesammlerin bei den Gästen war Sarah Wilhite mit 11, bei den Raben Vanessa Agbortabi mit 8 Zählern. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagte Konstantin Bitter. „Wir haben kämpferisch alles gegeben, und zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als ob ein Tick mehr möglich wäre gegen diesen Top-Gegner.“

Bis zum nächsten Spiel haben die Raben nur eine kurze Verschnaufpause. Bereits am kommenden Samstag, 12. Januar, 19 Uhr, gastiert der Tabellenfünfte SC Potsdam in der Ballsporthalle.

 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading

Videos