Vilsbiburg Silicon Vilstal Mitmachfestival: Ein "Muh" für Innovation

Impressionen vom diesjährigen Silicon Vilstal Mitmachfestival Foto: Silicon Vilstal

Eine vielfältige Mischung aus Kreativität, Digitalisierung und Tradition war beim diesjährigen Silicon Vilstal Mitmachfestival geboten.

Beim diesjährigen Festival, das vom 26. bis 29. September im historischen Vierseithof des Bayerischen Trachtenkulturzentrums in Holzhausen stattfand, stand die Innovationskraft der ländlichen Region im Mittelpunkt: regional mobil, regional erzeugen, regional machen und regional kreativ waren die Hauptthemen. Angeboten wurden die Regio-Macher-Konferenz, Aktionen beim Regionalmarkt, Workshops und Mitmachaktionen sowie ein Abend zum europaweit verständlichen Motto „Muh“. Denn dies war heuer das Thema des Auftaktabends im Augustinerstadl. Mit Podiumsgespräch, Vortrag, Musik, Design und Videos wurde das Thema unterhaltsam und informativ dargebracht.

Die Europäische Union zeichnete das Mitmachfestival als eine der wenigen ländlichen Veranstaltungen mit dem Titel „European Social Economy Region“ aus. Die Regio-Macher-Konferenz am Freitag fasste dazu an einem Tag die Vielfalt gesellschaftlicher Innovationen in ländlichen Regionen zusammen, von sozialem Unternehmertum über Digitalisierung bis hin zu Mobilität. An der Konferenz beteiligt waren Dr. Ulla Engelmann, bei der EU für Regionen und Sozialunternehmertum zuständig, Niederbayerns Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und der Landrat des Landkreises Landshut, Peter Dreier. Eine Reihe von Akteuren der deutschen und internationalen Innovatoren-Szene waren ins Vilstal gekommen, darunter Markus Sauerhammer, Vorsitzender des Social Entrepreneurship Netzwerks Deutschland (SEND), Nico Gramenz, Chef der Factory Berlin und Joscha Lautner, Mitbegründer des Impact Hub München.

Für das Festival wurde eigens ein regionales Mobilitätsnetz geknüpft: Positive Rückmeldungen gab es von Festivalbesuchern, die mit „Silicon-Vilstal-Tickets“ von Donnerstag bis Sonntag kostenlos die Bahn von der niederbayerischen Hauptstadt Landshut nach Geisenhausen nutzen konnten.

Der erste Festivaltag begann am Regionalmarkt Geisenhausen, wo sich Marktbesucher ihre Einkäufe im Rahmen eines Pilotprojekts mit E-Lastenrädern nachhause liefern lassen konnten. Es wurde auch eine Studie der Landshuter Hochschule über Startups in Stadt und Land präsentiert. Studenten des Entrepreneurship-Studiengangs stellten unter anderem ihr Startup-Konzept FruitAqua vor. Das sind Fruchtsaftbeutel für unterwegs, bei denen Wasser mit gefrorenen Fruchtstücken angereichert werden kann.

Auch andere kulinarische Innovationen gab es auf dem Festival. Gut angekommen ist unter anderem der Cocktail-Mix-Roboter, der den Festivalbesuchern verschiedene Drinks mischte. Und natürlich gab es ein umfangreiches Essensangebot von Pizza aus dem historischen Brotbackofen bis hin zur traditionellen „Holzhausener Suppe“ nach Geheimrezept.

Dass es in der Region zahlreiche Macher jedes Alters gibt, das zeigte sich auch heuer bei der Ideenwerkstatt. MINT- und Maker-Angebote für Kinder waren ebenso beliebt wie Vorträge über künstliche Intelligenz, methodische Kurse für Erwachsene sowie die Frage nach dem Traumjob – den man als ehrenamtlicher Helfer bei der Initiative Silicon Vilstal auch für sich ausprobieren kann. Ein Höhepunkt war der Workshop mit xStarters, einer bundesweiten Initiative für soziale Innovationen von Volkswagen. Jugendliche konnten hier ihre Ideen zu mobilen Räumen einbringen. Die Siegeridee wird in den kommenden Monaten tatsächlich realisiert.

Der Samstagabend klang mit dem Konzert von Evi Kegelmaier und Greulix Schrank in stimmungsvoller Atmosphäre aus. Am Sonntag gab es zahlreiche Workshops wie Speed Design, Zeichnen im Alltag, Kurse zum Philosophieren, Lesungen oder eine Bilderwerkstatt.

Zu Kreativität und Design ist bereits ein weiteres regionales Ereignis geplant. Die niederbayerische Region Landshut wird 2020/21 Regionalpartner der Munich Creative Business Week (MCBW) sein, dem größten deutschen Designevent.

Der Termin für die Jubiläumsausgabe im kommenden Jahr steht auch bereits fest: 17.-20. September.

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