Wie gewohnt trafen sich die Mitglieder der Sudetendeutschen Landsmannschaft Viechtach Anfang Juli zu ihrer Monatsversammlung im Café Hinkofer. Mit dem Thema "100 Jahre Freistaat Bayern" stieg Ortsobmann Arnulf Illing in das Programm ein. Es folgte ein Bericht über die Sudetendeutsche Wallfahrt nach Altötting.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die historischen drei Stämme Bayerns, nämlich Altbayern, Franken und Schwaben, durch den Begriff eines "vierten Stamm" ergänzt, erinnerte Illing. Denn damals suchten und fanden mehr als zwei Millionen Heimatvertriebene und Flüchtlinge aus dem "Deutschen Osten" in Bayern Zuflucht. Die größte Gruppe waren mit mehr als einer Million die Sudetendeutschen. Der besonders engen Verbindung zwischen den bayerischen und den böhmischen Ländern trug der Freistaat Rechnung, als der damalige Bayerische Ministerpräsident Dr. Hans Ehard am 5. Juni 1954 beim Sudetendeutschen Tag in München die Schirmherrschaft über die sudetendeutsche Volksgruppe als vierten bayerischen Stamm übernahm. Eine jahrhundertealte gemeinsame Geschichte und Kultur drückte damit den Willen Bayerns aus, an der Erhaltung des sudetendeutschen Volkstums mitzuwirken. Die Integration zeigte einen beispielhaften und wohl historisch einmaligen Prozess.

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