Video-Tagebuch, Teil 2 Helfer in Corona-Zeiten: Medizin-Studentin in Schwerpunktpraxis

Ehrenamtlich half die Studentin mehrere Wochen in der Corona-Schwerpunktpraxis mit. Foto: Ettengruber

Sie sind die Helden der derzeitigen Krise: Pfleger, Ärzte, Sanitäter, aber auch Lehrer, Supermarktangestellte oder Busfahrer. Wir geben diesen Berufsgruppen bei ihrer Arbeit eine Video-Kamera in die Hand, damit sie für uns ihren Alltag während Corona festhalten.

Vergangenes Wochenende machte das die Medizin-Studentin Alina Ettengruber aus Vilsbiburg für uns. Seit Ostern arbeitete die 22-Jährige unter der Woche jeden Tag ehrenamtlich in der Corona-Schwerpunktpraxis im ehemaligen Rosenhof in Ergolding mit. Dorthin nahm sie die Kamera mit und gewährt exklusive Einblicke hinter die Kulissen von Corona. Sie zeig in ihrem Video die Praxis und erklärt ihre Arbeit dort.

Eigentlich ist sie im achten Semester ihres Studiums an der Universität in Frankfurt. Weil die Universität aber etwas Zeit brauchte, das Studium wegen der Corona-Krise auf digital umzustellen, hatte die Vilsbiburgerin Zeit für ein Praktikum.

Da kam ihr der Anruf von dem Versorgungsarzt Dr. Uwe Schubart, der nach Verstärkung suchte, nur recht. Die beiden kannten sich bereits von einem Praktikum im Januar. Und so kam es dazu, dass Ettengruber recht zügig in die Arbeit der Arzthelferinnen eingearbeitet wurde und ab Ostern diese unter der Woche alleinverantwortlich übernahm. "Es ist wirklich spannend zu sehen, wie es im Katastrophenfall abläuft", so die Vilsbiburgerin: "Aktiv mitzuhelfen fand ich cool."

Arbeit im Vollschutz: "Das hat man nicht jeden Tag"

Patienten aufnehmen, Versichertenkarte einscannen und telefonieren gehörte zu den täglichen Aufgaben der Studentin. Am Sonntag war vorerst der letzte Tag in der Corona-Schwerpunktpraxis. Und damit ist auch erst mal die ehrenamtliche Arbeit von Alina Ettengruber beendet. Trotzdem, so die 22-Jährige, würde sie die Arbeit dort auf jeden Fall wieder machen. Für sie sei es ein Muss, dass man als Medizinstudent in einer Pandemie auch mithilft. "Deshalb war ich froh, dass ich gefragt wurde, dort mitzuarbeiten", so Ettengruber.

Besonders einprägsam war für die 22-Jährige die Verunsicherung, die zu Beginn der Pandemie sowohl bei den Patienten als auch bei den Fachleuten noch sehr groß war. Aber auch, dass Corona nicht nur "Alte" trifft, sondern es jeden erwischen kann, hatte sie überrascht.

"Wenn man die Fotos von sich sieht, wie man im Vollschutz rumläuft, dann wird einem erst bewusst: Das hat man nicht jeden Tag", erinnert sie sich an die Zeit in der Schwerpunktpraxis: "Die Schutzanzüge hatten auch die Patienten am meisten geschockt." Die Zeit in Ergolding wird Alina Ettengruber ihr Leben lang nicht mehr vergessen, sagt sie. Nach der Schließung der Praxis geht es für sie jetzt wieder an die Uni - zumindest virtuell mittels Online-Studium.

Das Video aus der Praxis finden Sie unter www.idowa.plus

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