Vertrag bis 2021 FCK-Coach Penzkofer: "Großer Vertrauensbeweis des Vereins"

Hat seinen Vertrag bis 2021 verlängert: FCK-Trainer Ben Penzkofer. Foto: Charly Becherer

Gemeinsam mit drei Spielern hat Trainer Ben Penzkofer seinen Vertrag beim Fußball-Landesligisten 1. FC Bad Kötzting um zwei Jahre bis 2021 verlängert. Im idowa-Interview spricht der 27-Jährige über die Gründe der Vertragsverlängerung, die Ziele am Roten Steg und bestätigt einen Winter-Neuzugang.

Herr Penzkofer, Sie haben Ihren Vertrag in Bad Kötzting bis 2021 verlängert. Warum bereits jetzt und warum gleich um zwei Jahre?
Ben Penzkofer: Der Verein ist vor circa fünf Wochen auf mich zugekommen. Die Verantwortlichen wollen gerne bis zur Winterpause bei allen Spielern des aktuellen Kaders Planungssicherheit über die Saison hinaus haben. Deshalb war es ihnen auch wichtig, die Trainerpersonalie frühzeitig zu klären. Um zwei Jahre wurde deshalb verlängert, weil der Verein dann sein einhundertjähriges Bestehen feiert und alle Planungen auf diesen Zeitraum ausgerichtet werden.

Wie sehen die Planungen denn genau aus?
Penzkofer: Die Verantwortlichen haben als Ziel ausgegeben, dass der FCK bis zum Jubiläum wieder zurück in der Bayernliga sein soll.

Ein durchaus ambitioniertes Ziel...
Penzkofer: Das stimmt. Das ist ein Riesenziel und sicherlich nicht einfach zu erreichen. Planen kann man im Fußball ohnehin nichts. Aber wir müssen einfach den Grundstein legen, gut arbeiten und uns gut entwickeln. Nur so können wir dieses Ziel realisieren.

Dass der Verein das Ihnen als jungem Trainer zutraut, dürfte Sie sicherlich freuen.
Penzkofer: Natürlich, das ist ein großer Vertrauensbeweis von Seiten des Vereins.

Was wird aus Ihrer Sicht notwendig sein, um dieses Ziel zu erreichen?
Penzkofer: Klar ist, dass wir einen größeren Kader benötigen. Wir sind aktuell schon sehr knapp besetzt und viele Spieler müssen spielen, obwohl sie angeschlagen sind und eigentlich eine Pause bräuchten. Ein breiterer Kader würde auch den Konkurrenzkampf erhöhen und wäre ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg. Wir wissen aber auch, dass wir auf der einen oder anderen Position einfach noch mehr Qualität benötigen, um ganz vorne angreifen zu können. Zudem muss es uns gelingen, noch variabler zu agieren. Aktuell spielen wir nur ein System. Mein Ziel ist es, dass wir noch einen Plan B und Plan C ausarbeiten, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Wie wichtig ist es für Sie, dass sich bereits einige Stammspieler ebenfalls bis 2021 an den Verein gebunden haben?
Penzkofer: Mit Miroslav Spirek, Jakub Süsser und Martin Vesenjak haben drei Leistungsträger um zwei Jahre verlängert, das ist natürlich wichtig. Zudem bleibt Michael Faber auch kommende Saison. Spieler mit einer solchen Qualität brauchst du einfach in deiner Mannschaft, wenn du sportlichen Erfolg haben willst.

Die Wettbewerbssituation in Fußball-Ostbayern und speziell im Landkreis Cham ist bekanntlich nicht einfach, der Markt sehr umkämpft. Wie wollen Sie Spieler nach Bad Kötzting locken?
Penzkofer: Ich denke, dass der Verein hier schon eine Menge zu bieten hat. Mit dem neuen Kunstrasenplatz sind die Trainingsbedingungen inzwischen wirklich richtig gut. Dann muss man sich nur unser tolles Stadion mit den emotionalen Zuschauern ansehen – das verursacht Gänsehaut. Der FCK ist ein Traditionsverein, wo die Zuschauer manchmal vielleicht auch ein bisschen verrückt sind (schmunzelt), wo aber auch schnell eine Euphorie entstehen kann, wenn man mit Herz und Leidenschaft erfolgreich Fußball spielt. Dazu haben wir eine klare sportliche Vision und Ziele.

Einen Neuzugang haben Sie dem Vernehmen nach für die Winterpause bereits verpflichtet. Dabei soll es sich um Sebastian Niebauer handeln. Können Sie das bestätigen?
Penzkofer: Ja, das stimmt. Sebastian hat uns für die Rückrunde zugesagt. Ich denke, dass er unserer Mannschaft mit seiner fußballerischen Qualität, aber vor allem auch mit seiner Einstellung und Mentalität richtig guttun kann.

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick aufs Tagesgeschäft: Wie blicken Sie dem Spiel am Sonntag in Pfreimd entgegen?
Penzkofer: Pfreimd macht seine Sache bislang wirklich gut. Man muss ihnen Respekt zollen, dass sie als Aufsteiger ohne wirkliche Verstärkungen schon 13 Punkte auf dem Konto haben. Da wird gute Arbeit geleistet. Das ist eine Mannschaft, die über den Kampf kommt und uns vermutlich in viele Zweikämpfe verwickeln möchte. Da gilt es für uns, dagegenzuhalten. Wenn uns das gelingt, dann bin ich überzeugt, dass wir auch unsere spielerische Überlegenheit zeigen können. Aber das wird vor allem auswärts alles andere als eine leichte Aufgabe für uns.

 
 

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