Entsorgung Von klassisch bis kreativ: Wohin mit dem Christbaum?

, aktualisiert am 03.01.2023 - 10:00 Uhr
Ein alter Weihnachtsbaum liegt in einem Vorgarten an einem Straßenrand. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing informiert, wie man die Tanne stattdessen richtig entsorgt. Foto: Marcel Kusch/dpa

Zur Weihnachtszeit ist der Christbaum ein gern gesehener Gast in den Wohnzimmern in der Region. Doch zu Heiligdreikönig verliert er sein Nadelkleid und für viele ist seine Aufgabe genauso wie Weihnachten vorbei. Doch was tun mit dem nadelnden Ungetüm? Neben der klassischen Entsorgung zeigen wir Ihnen, wie kreativ man den Weihnachtsbaum loswerden kann.
 

Es nadelt, wird kahl und steht im Weg: Nach Neujahr fängt der Christbaum irgendwann an, im Alltag zu stören. Doch wie bringt man das Ungetüm wieder raus aus der Wohnung? Im Netz finden sich dazu einige - nicht immer ernst gemeinte - Tipps.

Die Experten der Versicherung arag haben ebenfalls Vorschläge zur Entsorgung des Weihnachtsbaumes. Fast alle Städte und Gemeinden veröffentlichen Abholtermine für die Tannen. Die Sammelstellen und Termine finden sich dabei in den Abfallkalendern. In manchen Gemeinden ist es auch erlaubt, die Bäume zu zerkleinern und in die Biotonne zu stecken. Wichtig dabei ist: Immer schön abschmücken. 

Wem das zu langweilig ist, der findet im Netz allerdings auch Alternativen zur herkömmlichen Entsorgung. Was Elefanten, Radwege und Gartenbeete damit zu tun haben, sehen Sie in unserem Überblick.

Christbaum-Allee für Fahrradfahrer

In Berlin fand man 2020 eine sehr ausgefallene Lösung für Christbäume: Nach Weihnachten wurden sie entlang eines Fahrradweges bei der Oberbaumbrücke aufgestellt und bieten den Radfahrern so Schutz vor den vorbeifahrenden Autos. Auch wenn die Tannenbaum-Allee ein wenig an einen Slalom-Parkour erinnert - lieber auf der Fahrradspur bleiben. 

Dickhäuter haben Christbäume zum Fressen gern

In Tiergärten finden Tannenbäume auch nach Weihnachten noch eine Verwendung. Für Dickhäuter und andere Tiere sind die Bäume wahre Leckerbissen. Allerdings landen die meisten Weihnachtsbäume nach ihrer Entsorgung nicht in den Tiergehegen. Für die Vierbeiner müssen die grünen Riesen nämlich frei von künstlichen Rückständen sein. Reste von Lametta bekommen den Elefanten nicht so gut.

Einfach zum Fenster raus?

In den skandinavischen Ländern bleibt der Christbaum eine Woche länger in den Wohnzimmern stehen. Erst am 13. Januar, dem St.-Knut-Tag, wird der Weihnachtsbaum in Schweden, Finnland und Norwegen traditionell abgeschmückt. Besonders viel Spaß macht den Kindern das Plündern des Baumes, wenn dieser mit Süßigkeiten geschmückt war. Anschließend wird der Baum dann entsorgt. Wenn man den Werbekampagnen des schwedischen Möbelkonzerns IKEA glauben darf, fliegt so ein ausgedienter Christbaum schon einmal aus dem Fenster.

Auch in Deutschland ist bei vielen die Verlockung groß, den Baum nach Weihnachten einfach über den Balkon zu werfen. Doch ist das in der Bundesrepublik überhaupt erlaubt? Die Kollegen der Sendung "Galileo" haben da mal nachgefragt.

 

Für manche ist der Weg zum Wertstoffhof wohl zu weit. So landen einige ausgediente Christbäume einfach im nächsten Mülleimer an der Bushaltestelle - oder auf das Bushaltestellenhäuschen. Dabei lässt sich die Tanne auch nach Heiligdreikönig noch weiter verwerten, wie auch die nächsten Vorschläge zeigen.

Gartenbeet vor Frost schützen

Gerade bei frostigen Temperaturen wird folgender Tipp wichtig: Die abgeschnittenen Tannenzweige kann man nämlich im Garten verwenden -- als Schutz für die Blumenbeete. Dicht aufeinandergelegt halten sie zum einen Tiere davon ab, die Samen der Pflanzen wieder auszubuddeln, zum anderen schützen die Ästchen mit ihren Nadeln die Knospen vor Schnee und Frost.

Weihnachtsbaum-Weitwurf

In einer Stadt am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen haben sich die Menschen 2020 etwas besonderes ausgedacht: Bevor sie ihre Weihnachtsbäume entsorgen, veranstalteten sie einen sogenannten "Weihnachtsbaum-Weitwurf". Für ein Startgeld von einem Euro durfte jeder einmal eine Tanne werfen - der Gewinner bekam dann noch 50 Euro für seinen alten Baum. Auch in der Pfalz findet jedes Jahr die sogenannte "Knut-WM" statt. Die Tradition kommt aus Skandinavien. Ob sie dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie stattfinden kann, ist nicht klar.

Aus alt mach neu: Tannen wiederverwerten 

Kreative können ihren Christbaum aber auch zerkleinern und ganz neu verwerten - zum Beispiel einen Kochlöffel aus Holz schnitzen. Nach ein paar Jahren hat man dann ein ganzes Set aus Kochlöffeln, Schaber und Holzbesteck beisammen - ein perfektes Weihnachtsgeschenk für alle, die etwas Selbstgebasteltes schenken wollen. 

 
 
 

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