Entsorgung Weg mit der Tanne!

, aktualisiert am 07.01.2020 - 11:45 Uhr
Ein alter Weihnachtsbaum liegt in einem Vorgarten an einem Straßenrand. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing informiert, wie man die Tanne stattdessen richtig entsorgt. Foto: Marcel Kusch/dpa

Seit Heiligabend ist der Christbaum ein gern gesehener Gast in den Wohnzimmern in der Region. Doch nach Heiligdreikönig verliert er sein Nadelkleid und für viele ist seine Aufgabe genauso wie Weihnachten vorbei. Doch was tun mit dem nadelnden Ungetüm? Neben der klassischen Entsorgung zeigen wir Ihnen, wie kreativ man den Weihnachtsbaum loswerden kann.

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing Stadt und Land (ZAW-SR) rät den Bürgern, die Christbäume zur Grüngutsammlung der Wertstoffhöfe zu bringen. Dort können die grünen Riesen entweder im Ganzen oder zerkleinert, aber auf jeden Fall ohne den Weihnachtsschmuck, abgegeben werden. Klein gehackt passt der Baum auch in die Biotonne. Danach wird der Baum zusammen mit anderem Bioabfall im Kompostwerk in Aiterhofen verwertet.

Bäume mit künstlichem Schmuck müssen im Restmüll entsorgt werden. Dazu können sie entweder zerkleinert in die graue Restmülltonne gegeben oder kostenpflichtig zu der Müllumladestation gebracht werden. Oft bieten die Wertstoffhöfe auch an, den Christbaum abzuholen. Dafür muss jedoch ein verbindlicher Termin vereinbart werden.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die Nordmanntannen loszuwerden. Was Elefanten, Radwege und Gartenbeete damit zu tun haben, sehen Sie in unserem Überblick.

Christbaum-Allee für Fahrradfahrer

In Berlin fand man eine sehr ausgefallene Lösung für Christbäume: Nach Weihnachten wurden sie entlang eines Fahrradweges bei der Oberbaumbrücke aufgestellt und bieten den Radfahrern so Schutz vor den vorbeifahrenden Autos. Auch wenn die Tannenbaum-Allee ein wenig an einen Slalom-Parkour erinnert - lieber auf der Fahrradspur bleiben. 

Dickhäuter haben Christbäume zum Fressen gern

In Tiergärten finden Tannenbäume auch nach Weihnachten noch eine Verwendung. Für Dickhäuter und andere Tiere sind die Bäume wahre Leckerbissen. Allerdings landen die meisten Weihnachtsbäume nach ihrer Entsorgung nicht in den Tiergehegen. Für die Vierbeiner müssen die grünen Riesen nämlich frei von künstlichen Rückständen sein. Reste von Lametta bekommen den Elefanten nicht so gut.

Einfach zum Fenster raus?

In den skandinavischen Ländern bleibt der Christbaum eine Woche länger in den Wohnzimmern stehen. Erst am 13. Januar, dem St.-Knut-Tag, wird der Weihnachtsbaum in Schweden, Finnland und Norwegen traditionell abgeschmückt. Besonders viel Spaß macht den Kindern das Plündern des Baumes, wenn dieser mit Süßigkeiten geschmückt war. Anschließend wird der Baum dann entsorgt. Wenn man den Werbekampagnen des schwedischen Möbelkonzerns IKEA glauben darf, fliegt so ein ausgedienter Christbaum schon einmal aus dem Fenster.

Auch in Deutschland ist bei vielen die Verlockung groß, den Baum nach Weihnachten einfach über den Balkon zu werfen. Doch ist das in der Bundesrepublik überhaupt erlaubt? Die Kollegen der Sendung "Galileo" haben da mal nachgefragt.

Weitere Vorschläge zur Christbaum-Entsorgung finden Sie auf der nächsten Seite.

 

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