Verschärfte Einreiseregeln aus Tschechien Was das für die BMW-Werke in Ostbayern bedeutet

Die Autoindustrie fürchtet, dass wegen der verschärften Einreiseregeln aus Tschechien Werke stillstehen könnten. Auf das BMW Werk Dingolfing trifft das aktuell jedoch noch nicht zu. Foto: Armin Weigel/dpa

An den Grenzen zu Tschechien und zum österreichischen Bundesland Tirol gelten seit Sonntag schärfere Einreiseregeln. Zwar dürfen Berufspendler mit wichtigen Aufgaben in systemrelevanten Branchen nach Deutschland einreisen. Die Autoindustrie fürchtet trotzdem, dass Werke stillstehen könnten.

Für das BMW-Werk Dingolfing gibt Pressesprecher Bernd Eckstein für den Moment jedoch Entwarnung. „Unsere Produktion ist heute planmäßig angelaufen.“ Das Werk sei derzeit versorgt. Erste Lieferungen haben die Grenze bislang ohne größere Verzögerungen passiert. Wie sich die Situation in den kommenden Tagen entwickle, sei im Moment schwierig einzuschätzen. „Wir beobachten die Lage genau und stehen mit unseren Lieferanten in engem Kontakt.“ Der Dingolfinger Standort produziert pro Tag rund 1.250 Fahrzeuge.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich im BMW-Werk in Regensburg ab. "Heute konnten bereits erste Lieferungen aus Tschechien die Grenzen passieren und sind ohne größere Verzögerungen bei uns angekommen. Unser Werk ist also bislang mit Teilen versorgt und produziert planmäßig. Natürlich beobachten wir die Situation in enger Abstimmung mit unseren Lieferanten und Logistikpartner kontinuierlich. Unsere Zulieferer haben sich offenbar gut auf die Situation an der Grenze vorbereitet", berichtet Werks-Sprecher Eric Metzler. Alle Fahrer seien getestet worden und würden sich sehr diszipliniert verhalten. "Wir hoffen weiterhin auf eine pragmatische und effiziente Vorgehensweise der Behörden bei den Kontrollen an den Grenzübergängen, um die Versorgung aufrecht zu erhalten", so Metzler weiter.

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