Sepp Traurig ist schwach. Über Jahrzehnte hat er für seine Heimatstadt gekämpft - als Unternehmer, Gönner, Organisator und leidenschaftlicher Rosserer. Doch kein Kampf war je so hart wie der gegen seinen eigenen Körper. Eine sehr schwere Lungenerkrankung macht es ihm seit Jahren nicht mehr möglich, an dem teilzuhaben, was ihm so viel Freude bereitet hatte - am Leonhardiritt und am Drachenstich. Dafür tut er nun das, was er immer getan hat: geben.

Und zwar in Form von drei seiner Kutschen. Er selbst kann sie nicht mehr lenken, und sein Sohn Hans-Jürgen hat selbst welche in dem kleinen Gestüt gleich hinter dem Autohaus der Familie Traurig an der Daberger Straße. Aus diesem Grund hat sich Sepp Traurig dazu entschieden, seiner Heimat nochmals eine Freude zu bereiten.