Ein Diskussion über Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) in Passau hat Strahlkraft auf ganz Ostbayern. Wo darf Modernisierung in Altstädten ansetzen? Und wie weit darf sie gehen?

Stein des Anstoßes ist die Passauer Stadtbildsatzung. Sie stammt aus dem Jahr 1986 und wurde 2007 zuletzt aktualisiert. "Sinn und Ziel der Satzung ist die Einhaltung des historisch gewachsenen Stadtbildes in seiner charakteristischen Ausformung und die harmonische Einfügung von Neubauten in das Stadtbild" - so heißt es in der Präambel.

An den detaillierten Vorgaben soll grundsätzlich nicht gerüttelt werden, dennoch möchte die Passauer SPD die Satzung auf ein modernes Level heben. Die politischen Diskussionen und der Diskurs mit den Bürgern hätten gezeigt, dass Anpassungen notwendig erscheinen würden, schreibt die Fraktion in ihrem Antrag. Ein Vorschlag, der die Gemüter erhitzt: Auf Dach- und Fassadenflächen sollen künftig leichter Photovoltaikanlagen gebaut werden dürfen.

Dieser Gedanke lässt Urban Mangold, Bezirksrat und Fraktionsvorsitzender der Passauer ÖDP, erschaudern.