Verkehrssicherheit Vom Herbst in den Winter: Zehn Tipps für eine sichere Fahrt

Herbst und Winter bergen viele Gefahren für Autofahrer. Foto: Stefan Glaser/dpa

Feuchtes Laub auf den Straßen, Nebel und überfrierende Nässe: Herbst und Winter bringen für Autofahrer jedes Jahr Gefahren mit sich. Die folgenden zehn Tipps helfen Ihnen, sicher durch die kalte Jahreszeit zu kommen.

1. Das richtige Profil bei Winterreifen

Vier Millimeter Profiltiefe bei Winterreifen ist die Richtschnur. ADAC Verkehrsexperte Wolfgang Lieberth empfiehlt: „Fallen die Temperaturen unter sechs Grad, sollte man spätestens dann die Winterreifen aufziehen, da sich zu diesem Zeitpunkt das Fahr- und Bremsverhalten von Sommerreifen spürbar verschlechtert.“ Bei Winterreifen gilt der Merksatz „von O bis O“, also von Oktober bis Ostern.

2. Frostschutz frühzeitig nachfüllen

Scheibenfrostschutzmittel muss verwendet werden, bevor es gefriert. Ansonsten frieren die Leitungen ein. Vorsicht: Die Reiniger unterscheiden sich in ihrer Qualität. Bei schlechten kann es zu Schäden am Lack oder an den Scheinwerfern kommen. Am besten informiert man sich vor dem Kauf. So haben etwa die Kollegen von Autobild im Dezember 2018 einen Vergleichstest durchgeführt.

3. Nässe im Auto vermeiden

Vor dem Einsteigen die Füße gut abklopfen. Das verhindert Feuchtigkeit im Innenraum und dass die Scheiben innen anfrieren. Wenn man die Klimaanlage einschaltet, bevor man das Auto abstellt, trocknet dies die Luft.

4. Mehr Licht im Nebel

Nebelschlussleuchten dürfen nur bei Sichtweiten unter 50 Metern eingeschaltet werden, da sie ansonsten nachfolgende Fahrzeugführer blenden könnten. „Ein guter Orientierungspunkt sind die Leitpfosten, die auf Landstraßen in 50 Metern Abstand angebracht sind“, so Wolfgang Lieberth.

5. Auf den Reifendruck achten

Bei Winterreifen sollte der Reifendruck auf 0,2 bis 0,3 Bar über die Herstellerangaben erhöht werden, außer man fährt ins Gebirge. Sehr viel höhere Werte beeinflussen wiederum die Fahreigenschaften negativ und verschleißen die Reifen ungleichmäßig. Am besten den Reifendruck regelmäßig kontrollieren, wie ein Vertreter des TÜV Süd gegenüber dem Straubinger Tagblatt sagt.

6. Hektisches Bremsen vermeiden

Bei Schnee gilt Grundsätzlich: Das Tempo anpassen, mehr Abstand halten und hektisches Bremsen vermeiden. Vorrausschauendes Fahren beugt starken Lenkbewegungen und heftigem Bremsen vor. Dasselbe gilt auch bei sogenanntem „Bauernglatteis“: Erd- und Lehmklumpen können zusammen mit Feuchtigkeit einen Schmierfilm auf der Fahrbahn erzeugen. Besondere Vorsicht vor Wildwechsel in bewaldeten Regionen: Geschwindigkeit anpassen und bremsbereit sein. Bei einem Unfall die Polizei verständigen.

7. Heck- oder Frontantrieb beachten

Trotz Vorsicht kann das Auto auf nassen, laub- oder schneebedeckten Straßen ins Rutschen geraten. Dann heißt es, moderat gegenzusteuern und das Auto wieder in die Spur zu bringen. Bei einem Heckantriebler sollte leicht vom Gas gegangen werden.

8. Die richtige Kleidung

Hier gilt die Devise: Ohne dicke Winterjacke fahren. Der Beckengurt sollte nämlich eng am Körper anliegen, damit er seine volle Schutzwirkung entfalten kann. Wer mit Jacke fährt, sollte den Gurt auf jeden Fall straff ziehen. Die Schuhe wenn möglich trocknen, um ein Abrutschen von den Pedalen zu vermeiden.

9. Das Auto freimachen

Scheiben vor der Fahrt von Schnee befreien, verbessert die Sicht. Ebenfalls frei sein müssen Kennzeichen, Scheinwerfer, Blinker, Rücklichter und Seitenspiegel. Schnee sollte auch von Motorhaube und Dach entfernt werden. „Guckloch-Fahrer“ riskieren ein Bußgeld in Höhe von zehn Euro.

10. Straßenschilder gelten

Auch wenn Straßenschilder verschneit sind oder vom Wind geknickt wurden, gelten sie weiterhin. Eingeschränkte Lesbarkeit schützt nicht vor einer Strafe. Manche Straßenschilder sind schon an der Form erkennbar, wie das Stoppschild.

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