Verkehr Taxiunternehmern fehlen Fahrer

Ein Taxischild an einem Taxi. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Taxiunternehmer im Freistaat kämpfen mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie. In den vergangenen zwei Jahren hätten sie rund ein Drittel ihrer Fahrer verloren, bilanziert Thomas Kroker, Vorsitzender des Landesverbandes Bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen in München. Viele Fahrer seien während der Pandemie von Paketdiensten abgeworben worden.

Allein in der Landeshauptstadt fehlten zurzeit 700 bis 800 Taxifahrer. "In München sind 3300 Taxis zugelassen. Wir sind froh, wenn wir 2000 auf die Straße bringen." Bayernweit seien rund 6800 Taxis zugelassen.

Durch die Pandemie habe sich das Geschäft stark verschoben. Nun seien wieder 70 Prozent der Kundschaft seien Touristen oder Gastronomie-, Disko- und Theaterbesucher. Diese Fahrten seien lange Zeit weggefallen, sagt Kroker. Stattdessen habe es aber unter anderem mehr Arztfahrten gegeben. Seit dem Frühjahr normalisiere sich das Geschäft wieder.

Allerdings stellt der Taxi-Verbandsvorsitzende seit der Einführung des 9-Euro-Tickets bei der Bahn weitere Verschiebungen fest. Es gebe Kunden, die die überfüllten Züge meiden wollen und lieber in ein Taxi steigen. Oder die irgendwo an einem Bahnhof stranden, nicht mehr weiterkommen und sich mit anderen Bahnreisenden ein Sammeltaxi bestellen, um zum Beispiel noch rechtzeitig ihren Flug zu erreichen. Davon profitierten die Taxiunternehmen.

Andererseits falle beispielsweise am Münchner Flughafen auf, dass weniger Fluggäste nach ihrer Ankunft in ein Taxi steigen. Kroker vermutet, dass das Reisende sind, die ohnehin ein 9-Euro-Ticket haben und deswegen mit der S-Bahn in die Stadt fahren statt - wie sie es sonst vielleicht täten - mit dem Taxi.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading