Verkehr Busse in zahlreichen Regionen Bayerns bleiben stehen

Am Freitag, 13. Mai, streiken viele Busbetriebe in Bayern. (Symbolbild) Foto: Susann Prautsch/dpa

In zahlreichen Landkreisen in Bayern entfällt am Freitagmorgen der Busverkehr. Angesichts hoher Dieselpreise und des angekündigten 9-Euro-Tickets wollen Busunternehmer auf ihre Lage aufmerksam machen, wie der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) in München ankündigte. Betroffen sei der Linien- und Schülerverkehr in Landkreisen in Ober- und Niederbayern sowie in Ober- und Mittelfranken.

Viele familiengeführte Verkehrsbetriebe sähen aufgrund der Dieselpreisexplosion und der pandemiebedingten Fahrgeldausfälle keinen anderen Ausweg, so der LBO. "Trotz angekündigter staatlicher Hilfen ist bislang kein Geld geflossen. Seit Monaten tragen die Verkehrsunternehmen die Mehrkosten aus der eigenen Tasche", teilte der Verband mit. Gespräche mit Bund und Land seien bisher ergebnislos geblieben, das Land verweise auf den Bund. "Der Bundesverkehrsminister mauert."

Viele Busbetriebe stünden kurz vor der Zahlungsunfähigkeit, sagte LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl. Hinzu komme das 9-Euro-Ticket, "dessen staatliche Finanzierung nicht abgesichert ist und nun ebenfalls droht, auf dem Rücken der Verkehrsbetriebe zu landen". Die Anerkennung des 9-Euro-Tickets durch Verkehrsunternehmen vor Ort könne erst erfolgen, wenn sichergestellt sei, dass die Betriebe die fehlenden Fahrgeldeinnahmen erhalten - und zwar im Voraus.

Auch im Landkreis Straubing-Bogen wird gestreikt. Welche Buslinien trotzdem fahren, können Sie hier nachlesen: Linienbus-Streik am Freitag auch im Kreis Straubing-Bogen

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