Verhandlungen in Cham Sana-Mitarbeiter fordern gleichen Lohn

100 Beschäftigte haben in einer "virtuellen Demo" zu Beginn der Verhandlungen ihre Forderung bekräftigt. Foto: Wagner/Verdi

Die zweite Tarifrunde zwischen ver.di und Sana Kliniken im Landkreis Cham hat am Montag stattgefunden. Die Beschäftigten machten im Vorfeld deutlich, dass sie ein gutes Angebot erwarten. Das geht aus einer Stellungnahme von Verdi hervor.

Moritz Ecke, Verhandlungsführer von Sana Cham, legte ein Angebot des Unternehmens vor. "Wir haben in der Tarifkommission das Angebot diskutiert. Es wurde aber schnell deutlich, dass das Angebot an unserer Kernforderung vorbeigeht, bei Sana Cham ein Lohnniveau wie in den umliegenden Krankenhäusern zu erreichen," kritisierte Karin Wagner, Gewerkschaftssekretärin.

Karsten Strassburger, stellvertretende Betriebsratsvorsitzender und Mitglied der Tarifkommission, ergänzt: "Was wir wollen, ist eine Gleichbehandlung mit den Beschäftigten in anderen Kliniken!" Vor allem sei die vom Arbeitgeber vorgeschlagene Aufspaltung der Jahressonderzahlung in einen fixen und einen variablen Teil nicht annehmbar. "Damit droht eine deutliche Kürzung der Jahressonderzahlung. Das geht für uns nicht", so die Mitglieder der Tarifkommission. Wichtig sei der Tarifkommission die Verbesserung der Arbeitsbedingungen. "Auch hier wollen wir eine Gleichstellung mit den Bedingungen im öffentlichen Dienst", so Wagner weiter.

Gut vorstellen können sich die Mitglieder der Tarifkommission die Einführung von Fahrradeleasing und weitere zusätzlicher Angebote. Der Arbeitgeber werde nach dem Gespräch noch einmal seine Hausaufgaben machen, wie Ecke erklärte. Die nächste Verhandlung ist für den 4. Juli angesetzt. Sie wird in Präsenz in Cham stattfinden. Schon jetzt ist verabredet, dass dieser Termin open-end geführt wird.

Zum Hintergrund verdeutlichen die Verdi-Vertreter, dass die Lohnabstände seit der Verhandlung im vergangenen Jahr weitergewachsen, da im April eine Erhöhung um 1,8 Prozent im TVÖD umgesetzt wurde. Er betrage nun je nach Tabelle und Eingruppierung etwa drei Prozent in den verwaltungs- sowie medizinisch-technischen Berufen und zwischen 3,8 bis 6,8 Prozent in der Pflege. Rechnet man die Zulagen mit ein, vergrößere sich der Abstand in der Pflege weiter.

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