Verbraucher Kaum Tankschnäppchen für Bayern im Auslandsurlaub

Ein Mann betankt ein Auto. Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Für den bayerischen Italienurlauber gehörte es zum fast festen Ritual: Getankt wird erst hinter der österreichischen Grenze - konnte man dort doch viel sparen. Dieses Jahr sieht es anders aus. Nicht nur in Österreich.

Wer beim Urlaub im Ausland an der Tankstellen sparen will, muss sich diesen Sommer von alten Ritualen trennen. Denn erst jenseits der Grenze zu tanken, lohnt sich längst nicht mehr so sehr wie früher und ist teilweise zum Minusgeschäft geworden, wie aus Daten der EU-Kommission hervorgeht. Im Vergleich mit typischen Urlaubszielen der Bayern sind die heimischen Tankstellen - auch dank des noch bis Ende August geltenden Steuerrabatts - derzeit deutlich wettbewerbsfähiger.

Zu Jahresbeginn (3. Januar) war Superbenzin in den Nachbarländern Österreich und Tschechien noch 32 beziehungsweise 27 Cent billiger als in Deutschland. Am vergangenen Montag - aktuellere Zahlen liegen nicht vor - war dagegen Deutschland billiger. Zu Österreich betrug der Vorteil nun 18 Cent, zu Tschechien gut 6 Cent. Auch Diesel ist in Deutschland inzwischen gut 7 Cent billiger als in Österreich. Tschechische Tankstellen sind dagegen noch gut 4 Cent billiger als die deutschen.

In Italien, das früher ähnliche Preise wie Deutschland hatte, war zuletzt Diesel günstiger, Superbenzin aber teurer als hierzulande. Kroatien, in dem bayerische Autofahrer beim Tanken früher ebenfalls deutlich niedrigere Preise erlebten, liegt nur noch minimal unter den deutschen Preisen. Slowenien ist noch deutlich günstiger, wenn auch nicht mehr im gleichen Ausmaß wie früher.

Wer allerdings bis September im Urlaub bleibt, für den gelten andere Tanktipps. Denn mit dem August endet auch der Steuerrabatt auf Sprit in Deutschland. Dann dürfte es in den meisten Urlaubsländern wieder billiger sein als hierzulande.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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