Veranstaltung der Mediengruppe Diskussionsrunde "Flutpolder" emotional geladen

Der Saal war voll besetzt. Foto: su

Gegner und Befürworter von Flutpoldern an der Donau sind am Mittwochabend in einer öffentlichen Runde aufeinandergetroffen. Organisiert von der Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung in Zusammenarbeit mit Niederbayern TV gab es in der Joseph-von-Fraunhofer-Halle in Straubing einen Diskussionsabend unter dem Motto "Flutpolder: Überflüssige Monsterbauten oder überfällige Lebensretter?".

Vor der Veranstaltung hatten Flutpoldergegner aus der Region Regensburg Demonstrationsschilder gegenüber der Stadthalle angebracht. Drinnen verfolgten über 1.000 Besucher teils emotional das Thema. Die Bestuhlung musste kurzfristig erweitert werden und eine angedachte Pause gab es auch nicht. Die Menschen wollten ihre Probleme und Sichtweisen gleich äußern.

Selten polarisierte ein Passus in einem Koalitionsvertrag die Menschen in der Region so sehr: Im Landkreis Regensburg herrschte im November 2018 Jubelstimmung. Donauabwärts von Straubing über Deggendorf bis Passau schrieb man aus Rathäusern und Landratsämtern wütende Briefe nach München. Grund für die Aufregung: Die schwarz-orange Koalition hatte den Verzicht auf drei geplante Flutpolder vereinbart.

Teilnehmer an der Runde am Mittwoch waren die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger (Freie Wähler), der Deggendorfer Landrat Christian Bernreiter (CSU), der Sprecher der "Interessengemeinschaft gegen Flutpolder Wörthhof und Eltheim", Markus Hörner, und der Landwirt Herbert Pfeffer aus Fischerdorf/Deggendorf, der bei der Donau/Isar-Flutkatastrophe 2013 massiv geschädigt wurde. Zudem stellten die Wasserbau-Professoren Andreas Malcherek (Universität der Bundeswehr München) und Peter Rutschmann (Technische Universität München) ihre zum Teil unterschiedlichen Einschätzungen der Wirksamkeit von gesteuerten Flutpoldern vor. Sowohl in der Podiumsrunde wie auch im Publikum wurde teils mit harten verbalen Bandagen diskutiert.

Moderiert wurde der Abend von Sonja Ettengruber von der Mediengruppe. Ein ausführlicher Bericht zu der Diskussionsrunde "Flutpolder" folgt in der nächsten Ausgabe.

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