vbw-Vergleichsrechnung Kurzarbeit kann Wirtschaftseinbruch fast halbieren

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Foto: picture alliance / dpa / Archivbild Foto: dpa

Durch das Instrument der Kurzarbeit wird der von der Corona-Pandemie verursachte Wirtschaftseinbruch einer Auswertung zufolge fast halbiert. In der am Montag veröffentlichten Vergleichsrechnung von IW Consult im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) fiel der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland mit Kurzarbeit um rund 45 Prozent geringer aus als in einem Szenario ohne. Dies belege "eindrücklich die Wirksamkeit der Kurzarbeit", sagte der vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Das Instrument habe sich bereits während der Finanz- und Wirtschaftskrise bewährt und werde dies auch in der Corona-Krise tun, sagte Brossardt. Der entscheidende positive Effekt sei "das schnellere Hochfahren der Produktion nach der Krise, weil die Unternehmen ihre Belegschaft halten können." In Ländern ohne Kurzarbeit müssten gekündigte Arbeitnehmer nach der Krise erst wieder neu eingestellt werden. "Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld", sagte Brossardt.

Zusätzlich verschaffe die Kurzarbeit den Unternehmen "die dringend benötigte Liquidität zur Überbrückung der Durststrecke" und reduziere die Gefahr von Insolvenzen. Sie sei "unerlässlich für die Beschäftigungs- und Unternehmenssicherung".

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