Urteil Zuhälterei und Zwangsprostitution: Mehr als zehn Jahre Haft

Die Außenfassade des Land- und Amtsgerichtes. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild

Wegen Zuhälterei und schwerer Zwangsprostitution ist ein Mann aus dem bayerischen Rosenheim vom Landgericht Frankfurt zu insgesamt zehn Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Darüber hinaus zog das Gericht am Mittwoch 200.000 Euro ein, die der 36 Jahre alte Angeklagte drei Frauen abgenommen hatte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der ursprünglich als Präsident der Rockervereinigung Hells Angels in Rosenheim wirkende Angeklagte hatte die drei zwischen 17 und 36 Jahre alte Frauen im Zeitraum von April 2019 bis Dezember 2020 in verschiedenen Wohnungen und Hotels in Frankfurt und Bayern untergebracht, wo sie der Prostitution nachgingen. Dabei mussten sie ihre Einkünfte fast vollständig abführen. Auf Widerworte soll der Angeklagte mit Schlägen reagiert haben, so dass er auch wegen Körperverletzung verurteilt wurde. Von einer der Frauen verlangte er 30.000 Euro, um sich von ihm "freizukaufen". Das Gericht wertete dies als eine versuchte Erpressung.

Vor Gericht hatte der Angeklagte die Vorwürfe weitgehend eingeräumt. Die Sache kam ans Tageslicht, nachdem sich eine der Frauen ihrer Mutter offenbart hatte. Diese veranlasste über die Polizei die Festnahme des Angeklagten. Seit Mitte Oktober lief in Frankfurt der Prozess gegen ihn. Im Strafmaß lag das Gericht auf der Höhe der Staatsanwaltschaft.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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