Unwetter in Dingolfing Feuerwehr musste zu mehr als 30 Einsätzen anrücken

In Lengthal lag viel Schlamm. Foto: FFW Lengthal

Unwetter haben der Polizei und Feuerwehr am Pfingstsonntag sehr viel Arbeit in den Abend- und Nachtstunden bescherrt. In Dingolfing waren primär überflutete Keller zu beklagen.

Das Unwetter wurde bereits vor einigen Tagen vom Deutschen Wetterdienst angekündigt. Kurz nach 18 Uhr zogen im Landkreis immer dunklere Wolken auf und die waren am Pfingssonntag mit viel Niederschlag gefüllt.

"Die Erstalarmierung erfolgte am Sonntag um 18.42 Uhr, wobei zeitgleich die Kreiseinsatzzentrale des Landkreises unter Leitung von KBM Alfons Hallschmid alarmiert und besetzt wurde", erklärte Josef Kramhöller, Kreisbrandrat, am Pfingstmontag auf Anfrage gegenüber der Heimatzeitung.

Ab diesem Zeitpunkt seien alle Einsätze von der Integrierten Leitstelle in Landshut an die Kreiseinsatzzentrale weitergeleitet und von dort aus alle eingesetzten Wehren koordiniert worden, führt Kramhöller weiter aus.

Auch Landrat Werner Bumeder fand sich in der Einsatzzentrale ein, um sich ein Bild von der Schadenslage im Landkreis zu machen.

Im Zeitraum von 18.42 bis 1.08 Uhr waren 58 Freiwillige Feuerwehren mit etwa 700 Einsatzkräften im Landkreis unterwegs, um insgesamt 210 Einsatzstellen abzuarbeiten. "Auch am Montagmorgen sind noch mehrere Feuerwehren zur Schadensbeseitigung unterwegs. Betroffen war im Endeffekt der gesamte Landkreis", berichtete Josef Kramhöller. Die Arbeit der Feuerwehren wurde durch heftige Sturmböen, Starkregen und Dunkelheit massiv erschwert und auch die Einsatzkräfte gefährdet. Das überwiegende Einsatzspektrum waren vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und Wege sowie umgestürzte Bäume auf Gebäuden, Straßen und auf dem Bahngleis.

"Immer wieder liefen auch sehr zeitkritische Einsätze auf. Hier war beispielsweise eine Person im Überflutungsbereich in einem Fahrzeug eingeschlossen und musste von der Feuerwehr aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

Auch das Festzelt in Pilsting musste evakuiert und gesichert werden", fügte Kramhöller hinzu. Ferner musste wegen umgestürzten Bäumen im Gleisbereich zweimal kurzzeitig die Bahnlinie Plattling-München gesperrt und die Bäume von der Feuerwehr entfernt werden.

Einsätze im Stadtgebiet

Laut Auskunft des Ersten Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Dingolfing, Michael Kolmeder, war die Stadtwehr ab 19 Uhr fast rund um die Uhr im Einsatz. "Weit mehr als 30 Einsätze wurden von den Kameraden abgearbeitet", so Michael Kolmeder.

Primär waren dabei vollgelaufene Keller zu vermelden. Auch das Parkdeck am Auenweg stand komplett unter Wasser. Schlimm traf es das Plaza Gastroplex in der Mengkofener Straße. Das Kino musste den Betrieb in einem Saal einstellen und hoffte, dass am Montag der Spielbetrieb wieder normal weiterlaufen konnte.

Zudem lief ein Keller im Ortsteil Frauenbiburg mit Schlamm voll. "Da sind die Kameraden noch heute damit beschäftigt", so Kolmeder. Insgesamt fielen im Stadtgebiet teilweise bis zu 70 Liter Regen pro Quadratmeter in lediglich zwei Stunden.

Lengthal meldete Land unter

Das Gewitter am Abend des Pfingstsonntag zeigte einmal mehr die Machtlosigkeit und Hilflosigkeit gegen die Gewalt der Natur. Großen Einsatz, um die Folgen einzugrenzen leistete die Feuerwehr bei insgesamt 26 Einsätzen. Zunächst galt es die Straßen wieder freizubekommen. Mehrere Bäume mussten auf der Verbindungstraße zwischen Dingolfing und Mengkofen abgeräumt werden. Aus verschiedenen Kellern sowie einigen Hallen der ansässigen Firmen musste das Wasser abgepumpt und entsprechende Reinigungsarbeiten durchgeführt werden.

Die großen Wassermengen drückten mehrere Gullydeckel heraus und flossen unaufhaltsam an der Oberfläche über die Wege, Straßen und Felder, was kurzfristig einige unpassierbar machte und der Verkehr entsprechend gesichert werden musste. Im Nachgang musste dann Erosionsgeröll beseitigt und die Befahrbarkeit wieder hergestellt werden. Die Lengthaler wurden ausgezeichnet von der Moosthenninger Wehr unterstützt und der Einsatz wurde hervorragend von Führungsfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Lengthal koordiniert.

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading