Universität Regensburg Zentrum für ultraschnelle Nanoskopie soll 2023 fertig sein

Isometrieansicht des geplanten Forschungsbaus RUN. Foto: Fritsch und Tschaidse Architekten GmbH

Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat einstimmig den Neubau des Regensburger Zentrums für ultraschnelle Nanoskopie (RUN) bewilligt. Das teilt die Pressestelle der Universität Regensburg mit.

Die Möglichkeit, bewegte Bilder aus dem Nanokosmos zu erhalten, gilt als ultimatives Ziel moderner Nano- und Lebenswissenschaften. Anwendungen werden in der chemischen Reaktionskontrolle, Prozessoptimierung, Photokatalyse, Optogenetik, Elektronik und Datenspeicherung, molekularen Nanotechnologie und Optoelektronik erwartet, wie sie bei Solarzellen, OLEDs und ähnlichen Technik-Prdoukten zum Einsatz kommt erwartet. Das neue Zentrum „RUN“ an der Uni Regensburg soll genau das liefern.

Der Neubau auf dem Gelände des Uni-Campus soll 47 Millionen Euro kosten. Das neue interdisziplinäre Zentrum für höchstauflösende und ultraschnelle Mikroskopie soll auf dem südlichen Campus am Schnittpunkt der Fakultäten Physik, Biologie/Vorklinische Medizin und Chemie/Pharmazie entstehen und im Jahr 2023 fertiggestellt werden.

„RUN“ verfolgt laut einer Mitteilung der Universität einen innovativen fachübergreifenden Ansatz: Moderne Lebens- und Naturwissenschaften sowie Nano- und Biotechnologien sind auf ein detailliertes Verständnis des Nanokosmos angewiesen. Höchstauflösende Mikroskope liefern im Allgemeinen zeitintegrierte Standbilder von den elementaren Bausteinen der uns umgebenden Materie.

Da der Nanokosmos ständig in Bewegung ist, reichen Standbilder jedoch nicht zur Beantwortung von Kernfragen aktueller Grundlagenforschung aus. Um etwa Funktionalitäten von Quantenmaterialien und chemische Reaktionen optisch zu kontrollieren oder lebenswichtige Prozesse in einer Zelle zu verstehen, muss das Wechselspiel nanoskopischer Bausteine direkt in bewegten Bildern orts- und zeitaufgelöst verfolgt werden.

Der Forschungsbau RUN wird es ermöglichen, den Nanokosmos in Superzeitlupe zu beobachten. Dafür werden neue Nanoskopieverfahren entwickelt, die gleichzeitig und direkt molekulare Orts- und ultraschnelle Zeitauflösung bieten.

 
 
 

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