Die Gewerkschaft Verdi hat am Mittwochmorgen erneut zum Warnstreik vor das Regensburger Uniklinikum aufgerufen. Hintergrund ist die für dieses Wochenende in Potsdam bevorstehende nächste Gesprächsrunde in den Tarifverhandlungen mit der Arbeitgeberseite, der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL).

Einen Patienten auf die Toilette bringen, wenige Räume weiter eine Blutung versorgen und am Besten im selben Moment noch das Erbrochene in Zimmer 16 wegwischen. So beschreibt am Mittwoch vor dem Haupteingang des Uniklinikums ein Pfleger die derzeitige Lage auf den Stationen. "Wir stehen 24/7, 365 Tage am Bett und versorgen während einer Tagschicht teilweise bis zu 30 Patienten, wenn es blöd läuft", sagt Max. Zustände, die nicht mehr akzeptabel sind, da sind sich die etwa 500 Anwesenden einig. Bei eisigen Temperaturen wollen sie wie bereits eine Woche zuvor Druck auf die Politik machen.