Ungarn Viel Schwarz-Rot-Gold und einige Regenbogenfahnen in München

Deutschlands Fans feiern auf der Tribüne. Foto: Christian Charisius/dpa/dpa

München - Zu Beginn des letzten EM-Gruppenspiel Deutschlands gegen Ungarn haben in der Münchner EM-Arena die schwarz-rot-goldene Fahnen auf den Rängen optisch dominiert. Allerdings waren dazwischen auch etliche, meist deutlich kleinere Regenbogenfahnen zu sehen.

Noch vor dem Stadion war das Bild bunter gewesen - dort hatte die Menschrechtsorganisation Amnesty International in Zusammenarbeit mit Christopher Street Day Deutschland nach eigenen Angaben bis zu 10 000 Regenbogenfähnchen verteilt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unterstützte die Aktion. Einige Fans hatten auch eigene größere Regenbogenfahnen mitgebracht, die sie vor und in dem Stadion fröhlich schwenkten. Torhüter Manuel Neuer trug auch in diesem Spiel wieder seine Kapitänsbinde in Regenbogenfarben.

Zuvor hatte die Europäische Fußball-Union UEFA einen Antrag von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) abgelehnt, die Arena in Regenbogenfarben zu erleuchten. Damit sollte gegen ein Gesetz protestiert werden, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und vor kurzem vom ungarischen Parlament gebilligt wurde.

Die Regenbogenfahne steht als Symbol für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

© dpa-infocom, dpa:210623-99-118354/2

 

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