Unfallstatistik 2019 Mehr Unfälle, aber weniger Verletzte in Dingolfing

Die Polizeiinspektion Dingolfing hat ihre Unfallbilanz für das Jahr 2019 vorgelegt. (Symbolbild) Foto: Patrick Seeger/dpa

Die Dingolfinger Polizei hat ihre Unfallstatistik für das Jahr 2019 vorgelegt. Insgesamt zeigen die Zahlen mehr Unfälle als im Jahr 2018 – dafür gab es deutlich weniger Verletzte bei den Unfällen.

Wie aus einer Pressemeldung der Polizei hervorgeht, mussten die Beamten im vergangenen Jahr 1855 Verkehrsunfälle im Altlandkreis Dingolfing – ohne die Autobahn – aufnehmen. Im Jahr 2018 waren es nur 1816 gewesen. Bei 187 dieser Unfälle kamen insgesamt 244 Menschen zu Schaden. Das bedeutet einen Rückgang von etwa 25 Prozent, denn 218 waren der Polizei noch 243 Unfälle gemeldet worden, bei denen 324 Menschen verletzt wurden. Knapp 200 der Unfallopfer wurden dabei im Jahr 2019 leicht verletzt, 45 schwer. Im Jahr zuvor waren noch 269 Leicht- und 55 Schwerverletzte verzeichnet worden.

Leider auch vier Unfalltote

Leider hat es auch 2019 im Zuständigkeitsbereich der Dingolfinger Polizei Tote bei Unfällen gegeben.

Im März kam es auf der Kreisstraße zwischen Unterhollerau und Dornwang zu einem Zusammenstoß zwischen ein überholenden Motorradfahrer und einem nach links abbiegenden Schlepper, bei dem sich der 32-jährige Biker tödliche Verletzungen zuzog. Im September kam ein 19-Jähriger mit seinem BMW zwischen Oberwolkersdorf und Weigendorf von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Er konnte von der Feuerwehr nur noch tot aus seinem Fahrzeug geborgen werden.

Ebenfalls im September missachtete ein Autofahrer bei Kronwieden beim Einfahren in die Staatsstraße die Vorfahrt eines aus Richtung Lichtensee heranfahrenden Mofafahrers. Beim Zusammenstoß mit dem Auto kam der 60-jährige Mofafahrer ums Leben. Im Dezember kam es in der Bahnhofstraße in Dingolfing zu einem schweren Unfall. Ein älteres Ehepaar überquerte zu Fuß die Fahrbahn und wurde dabei von einem Auto erfasst. Dabei erlitt der 86-jährige Mann tödliche Verletzungen, seine Frau wurde schwer verletzt.

29 Unfälle durch Alkohol oder Drogen

Bei weiteren 397 Unfällen im Jahr 2019 handelte es sich laut Polizei um „Verkehrsunfälle mit schwerwiegendem Sachschaden“. Darunter fallen Vorfahrtsverletzungen, Unfälle beim Abbiegen und auch die 304 bei der Polizei angezeigten Unfallfluchten.

Insgesamt 29 mal waren zudem vergangenes Jahr bei Unfällen in und um Dingolfing Alkohol oder Drogen im Spiel.

Die überwiegende Anzahl der Unfälle, nämlich 1271, waren sogenannte „Kleinunfälle“. Dazu zählen Auffahrunfälle, Unfälle beim Ausparken und ganz besonders Wildunfälle: 802 Unfälle mit Wildtieren, darunter 647 Rehe, wurden 2019 im Dienstbereich der PI Dingolfing aufgenommen. Damit haben Wildunfälle einen Anteil von 43 Prozent an der Gesamtzahl der Kleinunfälle

Ablenkung durch Handys ist ein Problem

Probleme bereitet der Dingolfinger Polizei nach wie vor das Thema „Ablenkung im Straßenverkehr“, die laut Pressemeldung Ursache für so manchen Verkehrsunfall sein dürfte: Obwohl das Bußgeld für das benutzen von Handys am Steuer auf 100 Euro erhöht worden sei, müssten die Dingolfinger Beamten regelmäßig Autofahrer beanstanden, die sich während der Fahrt durch die Nutzung ihres Mobiltelefons ablenken lassen und damit ihre Reaktionszeit deutlich verlängern, heißt es weiter. 

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