Kürzlich wiedereröffnet

Mindestens 60 Tote bei Brückeneinsturz in Indien


Rettungskräfte sind bei Dunkelheit im Einsatz, nachdem eine Brücke über dem Machchu-Fluss eingestürzt ist.

Rettungskräfte sind bei Dunkelheit im Einsatz, nachdem eine Brücke über dem Machchu-Fluss eingestürzt ist.

Von dpa

Dramatische Szenen in Indien: Eine belebte Fußgängerbrücke bricht in sich zusammen, zahlreiche Menschen werden Medienberichten zufolge in den Tod gerissen. Die Brücke war erst kürzlich wiedereröffnet worden.

Bei dem Einsturz einer Hängebrücke über einem Fluss im Westen Indiens sind laut Medienberichten Dutzende Menschen ums Leben gekommen. Es gebe mindestens 60 Tote, hieß es übereinstimmend unter Berufung auf Regierungsvertreter des Bundesstaates. Zudem seien etwa 100 Menschen verletzt worden. Zahlreiche Personen würden noch vermisst.

Das Unglück habe sich am Sonntagabend (Ortszeit) in Morbi im Bundesstaat Gujarat ereignet, meldeten die Zeitung "The Times of India" und lokale Medien am Sonntagabend. Viele Opfer seien ins Wasser gefallen. Ein großer Rettungseinsatz sei im Gange. Helfer waren auch in Booten unterwegs. Gujarats Innenminister Harsh Sanghavi sagte, mehr als 70 Menschen seien gerettet worden.

Brücke nach Sanierungsarbeiten wiedereröffnet

Die über den Fluss Machchhu führende Fußgängerbrücke sei nach Sanierungsarbeiten erst vor kurzem wiedereröffnet worden, hieß es weiter. Das Bauwerk stamme aus dem 19. Jahrhundert. Zum Zeitpunkt des Einsturzes seien viele Menschen auf der Hängebrücke gewesen. In einigen Medien war von Hunderten Personen die Rede. "Wir sind schockiert. Eine Untersuchung ist im Gange", sagte Gujarats Arbeitsminister Brijesh Merja dem Sender NDTV.

Auf Bildern und Videos in sozialen Netzwerken ist zu sehen, wie das Bauwerk in der Mitte auseinanderzubrechen scheint und mehrere Menschen sich festklammern, um nicht ins Wasser zu stürzen.

Zu der Ursache gab es zunächst keine offiziellen Angaben. In Medienberichten hieß es, möglicherweise habe die Konstruktion der Last zu vieler Menschen nicht standgehalten. Das Büro von Premierminister Narendra Modi kündigte auf Twitter Entschädigungen für die Familien der Opfer an.