UN-Sonderbotschafterin Angelina Jolie besucht venezolanische Flüchtlinge

Angelina Jolie besucht ein Lager der Vereinten Nationen (UN) für venezolanische Migranten und Flüchtling. Foto: Fernando Vergara/AP/dpa

Wegen der Krise in ihrem Land sind Millionen Venezolaner geflüchtet. In Kolumbien hat sich Angelina Jolie über ihre Lage informiert.

Bogotá - Die US-Schauspielerin und UN-Sondergesandte Angelina Jolie hat das kolumbianische Grenzgebiet zu Venezuela besucht, um sich über die Lage der venezolanischen Flüchtlinge zu informieren.

In einer Einrichtung in Maicao traf die 44-Jährige am Samstag (Ortszeit) Geflüchtete aus dem Krisenland, wie örtliche Medien berichteten.

Inzwischen seien rund 4 Millionen Menschen aus Venezuela geflohen, rund 1,3 Millionen von ihnen hätten in Kolumbien Zuflucht gesucht, sagte Jolie später in einer Pressekonferenz. Die Zahl der Flüchtlinge in dem südamerikanischen Land habe erhebliche Auswirkungen auf öffentliche Dienstleistungen. "Einige Krankenhäuser an der Grenze versorgen derzeit genauso viele Venezolaner wie Kolumbianer in medizinischen Notfällen", sagte Jolie. "Viele Schulen haben die doppelte Zahl von Schülern in ihren Klassen." Dennoch halte Kolumbien seine Grenze offen, um diesen "verzweifelten Menschen" zu helfen.

Die Schauspielerin lobte Kolumbien, aber auch seine beiden Nachbarn Ecuador und Peru. Ihr großer Einsatz für die Flüchtlinge sei für andere Länder, einschließlich der USA, beschämend. Die internationale Gemeinschaft müsse mehr zur Unterstützung der Geflüchteten tun.

Venezuela steckt derzeit in einer tiefen wirtschaftlichen und politischen Krise. Staatschef Nicolás Maduro und der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó liefern sich seit Januar einen erbitterten Machtkampf. Viele Menschen hungern, die medizinische Versorgung ist weitgehend zusammengebrochen.

 

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