Umweltschutz Hautgemacht – 17. November 2017

Cremes, Peelings und Deos. Auch wenn es auf den Packungen versprochen wird, weißt du nie, ob die Inhaltsstoffe gut für dich oder die Umwelt sind. Daher: selber machen. Zum Start der neuen Umwelt-Serie „Sophias MUT“ von Freistunde-Volontärin Sophia Häns geht es um Hausgemachtes für die Haut.

Klar, Naturkosmetik tut vieles für die Umwelt. Damit machst du einiges richtig. Besser ist es, alle Schönheitsartikel, die du besitzt, auf ein Minimum zu reduzieren und mit einem einzelnen Produkt viele andere zu ersetzen. Wie das gehen soll?

Der Klassiker ist Kokosöl. Das ist Haarmaske, Lotion, Make-up-Entferner und Lebensmittel in einem. Misch es mit Kaffee-Satz und verwende es als Maske. Oder benutze es als Mundspülung. Kokosöl kannst du fast in jedem Drogeriemarkt kaufen. Alle Verwendungsmöglichkeiten findest du im Online-Blog von Volontärin Sophia unter sophiasmut.wordpress.com/wundermittel-kokosoel oder unter www.zentrum-der-gesundheit.de/kokosoel-pi.html.

Auch Teebaumöl ist ein Alleskönner. Es hilft bei Entzündungen oder schlechter Haut. Aber auch bei Erkältungen mit ein paar Tropfen in einem Dampfbad. Verrieben unter der Nase, kann es die Atemwege befreien.

Selbstgemachte Kosmetik

Du kannst deine Kosmetik aber auch einfach selbst herstellen. Dann kannst du dir über alle Inhaltsstoffe sicher sein. Je mehr Zutaten du in Bio-Qualität verwendest, desto besser und natürlicher ist später deine Kosmetik. Gehe nach dem Motto „Weniger ist mehr“ vor. Wenn du nicht weißt, wo und wie du anfangen sollst, ergreife die Initiative: In Straubing bietet der Mikrobiologe Dr. Klaus Breese Vhs-Kurse an, in denen er verschiedene Kosmetik-Produkte selbst herstellt. Hier verrät er seine Rezepte für Lotion und Deo.

DIY-Lotion

Für etwa 800 Milliliter Lotion brauchst du 200 Milliliter Nachtkerzenöl, 200 Milliliter Mandelöl und 200 Milliliter Sonnenblumenöl. Die drei Öle schüttest du zusammen und stellst sie in einem Wasserbad in einem Topf auf die Herdplatte. Während sich die Öle langsam erwärmen, löst du 30 Gramm Carnaubawachs darin auf. Dann kommen noch 150 Milliliter Wasser dazu. Das Wasser schüttest du in einem dünnen Strahl in das Öl-Gemisch. Gleichzeitig verrührst du die Mischung mit einem Pürierstab. Sonst verbinden sich die Öle und das Wasser nicht. Wenn die Flüssigkeit ein bisschen abgekühlt ist, kannst du noch 20 Tropfen eines ätherischen Öls dazugeben.

DIY-Deo

In 400 Milliliter Wasser gibst du sechs Teelöffel Speisestärke. Die Mischung kochst du dann kurz auf. Während das Wasser abkühlt, schüttest du nacheinander acht Teelöffel Natron dazu. Mit 20 Tropfen eines ätherischen Öls (zum Beispiel Lavendel) riecht dein Deo frisch und gut.

Fülle deine Natur-Produkte am besten in Glasgefäße ab und lagere sie im Kühlschrank. Aber sie halten sich auch bei Raumtemperatur für längere Zeit.


Weitere Ideen für DIY-Kosmetik auf Sophias Pinterest-Pinnwand: www.pinterest.de/sophiahaens/freistunde-pinnwand-diy-naturkosmetik/


Dr. Klaus Breese: Der Mikrobiologe teilt sein Wissen zur Natur

Klaus Breese kommt aus Freiburg im Breisgau und hat Biologie mit Hauptfach Mikrobiologie studiert. Mittlerweile lebt er mit seiner Familie in Straubing. Umweltschutz hat ihn schon immer interessiert. Er war und ist viel in der Natur unterwegs und befasst sich damit. Nachhaltigkeit ergibt für den Vater zweier kleiner Kinder aber nur als ganzheitliches Konzept Sinn. Das heißt, man sollte versuchen, die Nachhaltigkeit in jedem Bereich des Alltags auszuleben. Die soziale Frage ist ihm dabei sehr wichtig.

Die Rückbesinnung zur Natur sieht Klaus Breese als „Wertzuwachs“ für das eigene Leben. Für den Mikrobiologen ist das kein Rückschritt, sondern die „Pforte zum Garten Eden“. Denn Lebensqualität wird in Zeit gemessen.

Mit Vhs-Kursen, Pilzexkursionen, der Gründung des Gemeinschaftsgartens in Straubing, der Pflege des Vereins „G’wandelt wird e.V.“ und vielen weiteren Projekten hat er sich seiner Leidenschaft verschrieben und will die Natur wieder ins Bewusstsein und damit in das Leben von Erwachsenen und Kindern bringen. Dafür sind in der Zukunft auch konkrete Projekte geplant, wie zum Beispiel eine „Natur-Schule“. Dabei soll in Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen mit Ausflügen und Exkursionen geholfen werden, die Verbindung zu Pflanzen und Tieren wiederherzustellen.

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