Beinah-Umweltkatastrophe Öltanker vor Venezuela: Nachbarland sieht "minimales" Risiko

Die „Nabarima“ hat laut einer Mitteilung des Energieministeriums von Trinidad und Tobago 1,3 Millionen Barrel Öl gelagert. (Symbolbild) Foto: Juan Carlos Hernandez/Zuma Press/dpa

Ein vor der Küste Venezuelas liegender, mutmaßlich beschädigter Öltanker stellt nach offiziellen Angaben des benachbarten Inselstaates Trinidad und Tobago keine unmittelbare Gefahr einer Umweltkatastrophe dar.

"Das Bilgenwasser hat sich nicht vermischt, sodass zu diesem Zeitpunkt nur ein minimales Risiko für eine Ölkatastrophe bestand", sagte der Energieminister von Trinidad und Tobago, Franklin Khan, in einer Pressekonferenz am Donnerstag (Ortszeit).

Einige Nichtregierungsorganisationen (NGOs) hatten indes vor der Gefahr gewarnt, die von dem Tanker ausgehe. Mehr dazu im Video.

Ein Expertenteam des Landes aus der Karibik hatte am Dienstag eine mehrstündige Inspektion der "Nabarima" an der Grenze zwischen Venezuela und Trinidad und Tobago vorgenommen. Dabei wurde es von einem venezolanischen Team begleitet. Ölarbeiter und internationale NGOs schlagen bereits seit Wochen Alarm, dass Wasser in den Tanker eingetreten und dieser zur Seite gekippt sei.

Bei einem Austritt des Öls befürchten Experten eine riesige Umweltkatastrophe. Die "Nabarima" hat laut einer Mitteilung des Energieministeriums von Trinidad und Tobago 1,3 Millionen Barrel Öl gelagert - rund fünf Mal so viel wie bei der Ölkatastrophe mit dem Tanker "Exxon Valdez" vor Alaska 1989. Die "Nabarima" war im Golf von Paria als Zwischenspeicher für den venezolanischen Ölexport genutzt worden und wurde unter anderem wegen der US-Sanktionen und der Corona-Pandemie stillgelegt.

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