Umfrage-Ergebnis Offenheit gegenüber langfristiger Nutzung von Atomenergie

Dürfen die letzten Atommeiler angesichts der Energiekrise vielleicht doch über den Jahreswechsel hinaus weiterlaufen? (Symbolbild) Foto: Armin Weigel/dpa

Kaum ein Thema wurde in der Öffentlichkeit zuletzt so kontrovers diskutiert wie die Zukunft der Atomenergie in Deutschland. In unserer Umfrage war sich eine deutliche Mehrheit indes einig: 77 Prozent der 2.801 Teilnehmer sind für eine langfristige Nutzung der Atomenergie.

Damit gehen sie noch einen Schritt weiter als 15 Prozent der Teilnehmer, die sich aufgrund der aktuellen Energiekrise für eine kurzfristige Verlängerung der Frist der drei letzten Meiler in Deutschland aussprachen – eigentlich sollten sie bis zum Jahresende abgeschaltet werden. „Uns wird nichts anderes übrigbleiben als eine Verlängerung“, schreibt etwa eine Facebook-Nutzerin. „Sonst brauchen wir uns nicht wundern, wenn kein Strom mehr aus der Steckdose kommt.“

Nicht zuletzt deshalb fordern einige Teilnehmer sogar, bereits abgeschaltete Atomkraftwerke wieder zu nutzen. „Behalten, hochrüsten und die neuesten Sicherheitsstandards einführen“, schreibt ein Facebook-Nutzer. Mit einer Abschaltung mache man sich zu sehr von anderen Ländern abhängig.

Die Option, am Atomausstieg zum Jahresende festzuhalten, heißen hingegen nur acht Prozent der Teilnehmer gut. Für einen Teil von ihnen spielt auch der Standort der Atomkraftwerke eine Rolle. „Wenn man nicht direkt daneben wohnt, kann man leicht rufen ‚weiterlaufen lassen‘. Wohnt man aber in der Nähe und hat Kinder, dann wünscht man sich einen sofortigen Ausstieg“, schreibt ein User.

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