Umfrage Personalmangel und Kosten: Schlechte Stimmung in Apotheken

Ein Schild mit dem Apotheken-Logo hängt an einer Hausfassade. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Die Stimmung unter den deutschen Apothekerinnen und Apothekern hat sich einer repräsentativen Umfrage zufolge deutlich verschlechtert.

"Die Personal- und Nachwuchsprobleme, die zunehmend auch die Versorgung zu beeinträchtigen drohen, werden leider immer größer", sagte die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Gabriele Overwiening, am Dienstag in München zum Auftakt des diesjährigen Deutschen Apothekertages. "Dazu kommen für die freiberuflich geführten Apotheken auch ganz konkrete, individuell auf die Apotheke bezogene betriebswirtschaftliche Sorgen und gesundheitspolitische Probleme."

Umso unpassender seien die vorgesehenen Belastungen durch das Finanzstabilisierungsgesetz für die gesetzlichen Krankenkassen, monierte Overwiening. Dieses sehe für die Dauer von zwei Jahren eine Anhebung des Abschlages, den die Apotheken den Kassen für jedes verordnete Medikament gewähren müssen, um 13 Prozent auf zwei Euro vor. "Wir stellen uns neuen Aufgaben, aber wir können in den Apotheken keine weiteren finanziellen Belastungen verkraften", sagte Overwiening auch mit Blick auf die gestiegenen Energiekosten. Diese könnten die Apotheken ebenso wie weitere Kostensteigerungen in der Regel nicht weitergeben.

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