Umfrage Mehrheit für völliges Verbot von Tabakwerbung

Raucherin. Foto: Christoph Schmidt/Illustration/dpa

Verboten ist Tabakwerbung schon in Radio und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften. Jetzt ist auch in die lange festgefahrene Debatte um ein Verbot der Tabakwerbung auf Plakatflächen Bewegung gekommen.

In der Diskussion um Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit ist laut einer Umfrage eine große Mehrheit der Bundesbürger für ein Ende der Tabakwerbung.

Ein vollständiges Verbot befürworten 69 Prozent, wie die Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft ergab. Gegen ein Verbot sind 27 Prozent. Eine Mehrheit würde auch ein Komplettverbot von Alkoholwerbung begrüßen, allerdings ist sie nicht ganz so groß wie beim Tabak: 58 Prozent der Befragten sprachen sich für ein Verbot aus, 36 Prozent lehnten dies ab.

Auch eine höhere Besteuerung fände der Umfrage zufolge Unterstützung. Für Tabak befürworten dies 75 Prozent (23 Prozent dagegen), für Alkohol 59 Prozent (37 Prozent dagegen). Befragt wurden vom 4. bis 8. Februar 1.003 Menschen ab 18 Jahren vom Institut Forsa.

In die lange festgefahrene Debatte um ein Verbot der Tabakwerbung auf Plakatflächen ist Bewegung gekommen. Die Fachpolitiker der Koalition einigten sich darauf, dass die bestehenden Beschränkungen auch auf Außenwerbung ausgeweitet werden sollten. Es soll aber nicht um ein Pauschalverbot gehen. In der vorigen Wahlperiode war ein Anlauf am Widerstand der Union gescheitert. Das Kabinett stimmte 2016 einem Entwurf zu, ein Gesetz wurde daraus nie. Verboten ist Tabakwerbung etwa schon in Radio und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften.

 

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