Umfrage in Landshut Berechtigte Empörung über Bierpreis? So wurde abgestimmt

Neuer Spitzenwert beim Bierpreis auf der Landshuter Dult sorgte für Empörung. Ist diese berechtigt? (Symbolbild) Foto: Armin Weigel, dpa

Die Dult ist in vollem Gange, es steht das zweite Wochenende bevor. In den letzten Tagen zeichnete es sich bereits ab: Auch ein Bierpreis von 9,90 Euro kann den Landshutern die wiedergewonnene Feierlaune nicht verderben. Dabei war die Aufregung über diesen neuen Spitzenwert für die Maß Bier groß. Zurecht? Das wollten wir in unserer Umfrage wissen.

Ist es unverschämt, dass der Bierpreis so angezogen hat oder ist das nur wieder typisches Landshuter Gemecker? Das wollten wir von den Nutzern auf Idowa.de wissen. Immerhin kostet die Maß auf dem Frühlingsfest in München und auch auf dem Gäubodenfest gar zwischen 11 und 13 Euro. 

1.309 Leser haben abgestimmt. 54 Prozent empfinden den Preis als unverschämt. Allerdings sagen auch 39 Prozent, dass die Aufregung darüber völlig überzogen ist. Sieben Prozent der Leser gaben an, dass ihnen der Bierpreis egal ist, da sie nur Limo trinken.

Wie sehr das Meinungsbild auseinander geht, zeigte sich auch bei den mehr als 350 Kommentaren unter dem Facebook-Post der Landshuter Zeitung. „Nein, nicht gerechtfertigt, die Empörung“, schreibt ein Leser. „Wenn man in irgendeinen Club oder ‘ne Bar oder gar zum Essen geht, sind 4 bis 5 Euro keine Seltenheit.“

Ein anderer Nutzer meint auch, dass 9,90 Euro völlig in Ordnung seien. Auf dem Oktoberfest in München habe die Maß schon vor drei Jahren 10,90 Euro gekostet. Andere wiederum meinen, man müsse ja nicht auf die Dult gehen und könne auch daheimbleiben. Es stünde schließlich jedem frei, sein Bier auch zu Hause zu trinken. Wer jedoch hingeht, der sollte nicht meckern.

Die Leser sorgen sich auf Facebook auch um das Trinkgeld für die Bedienungen. Der Preis führe dazu, dass viele auf zehn Euro aufrunden und damit zu wenig Trinkgeld bleibt. Die Bedienungen seien deshalb vor allem nach zwei Pandemiejahren sehr zu bedauern. Andere Leser dagegen verwiesen darauf, dass schließlich ihr Lohn auch nicht gestiegen sei und sie dann eben beim Essen beispielsweise sparen würden.

Ein Leser erinnert an D-Mark-Zeiten und meint: „Wir haben damals auch DM 9,90 überlebt“. Offenbar ein Nicht-Landshuter schreibt: „Was sollen wir in Straubing sagen, wir träumen von so einem Preis, wir sind über 11 Euro.“ Und wieder jemand anderer erinnert an die Corona-Entbehrungen und sagt: „Erst Jammern, dass keine Feste stattfinden dürfen - dann Jammern über die Preise .... armes, typisches Bayern.“

Weitere Artikel

 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading