Umfrage Ifo-Institut: 13 Prozent wollen weg aus den Großstädten

Nach einer Studie des Münchener ifo-Instituts planen 13 Prozent der Einwohner von Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern, diese in den kommenden zwölf Monaten zu verlassen. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa - Archivfoto

Die Corona-Pandemie könnte einen Beitrag zur Entlastung der Ballungszentren leisten. Nach einer Studie des Münchener ifo-Instituts planen 13 Prozent der Einwohner von Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern, diese in den kommenden zwölf Monaten zu verlassen. Von diesen gaben 46 Prozent an, dass die Pandemie ihre Entscheidung beeinflusst habe.

Grundlage der Studie ist eine repräsentative Befragung von mehr als 18.000 Personen in Deutschland. Jeweils etwa 7.000 Befragte wurden aus Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern und aus dem suburbanen Raum ausgewählt. Darüber hinaus nahmen jeweils rund 2.000 Personen aus kleineren Großstädten mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern und aus ländlichen Gebieten an der Befragung teil.

Die Umzugswilligen wollen aber überwiegend nicht in den ländlichen Raum ziehen. Meistgenannte Umzugsziele waren kleinere Großstädte mit 100.000 bis 500.000 Einwohnern und suburbane Räume im so genannten Speckgürtel der Großstädte. "Viele Befragte geben an, in Zukunft weniger Kompromisse bei den eigenen Wohnverhältnissen machen zu wollen, da sie aufgrund der Pandemie mehr Zeit zu Hause verbringen", erklärte Jan-Carl Mehles, Leiter der Marktforschung bei immowelt und Koautor der Studie am Montag in München.

Eine bessere Anbindung des suburbanen an den urbanen Raum und ein Ausbau der Bildungsinfrastruktur in den betroffenen Kommunen werden an Bedeutung gewinnen werden, sagt Mathias Dolls, ifo-Forscher und Co-Autor der Studie. Insbesondere Familien mit Kindern sowie jüngere Altersgruppen in der Familiengründungsphase strebten aus den großen Städten hinaus.

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