Umfrage der Woche Wie sinnvoll sind die Straubinger Poller? Das sagen idowa-Leser

Ein Bus sorgte für den bisher letzten Poller-Unfall in Straubing Foto: Ulli Scharrer

Seit über einem halben Jahr sollen Poller am Straubinger Ludwigsplatz dafür sorgen, dass der Stadtplatz fußgängerfreundlicher wird. Eigentlich. Denn in den acht Monaten gab es mittlerweile acht Unfälle, bei denen Autos und jüngst sogar ein Bus gegen die ausfahrbaren Säulen krachten.

Sie werden mehr und mehr zur unendlichen Straubinger Geschichte: die Poller am Ludwigsplatz. Anfangs wurden die Unfälle noch als Einzelfälle abgetan, doch spätestens seit ein Stadtbus einen der Poller touchierte, stellt sich die Frage, wie sinnvoll die ausfahrbaren Hindernisse sind und ob sie nicht mehr Geld kosten als sie Nutzen bringen.

Gerade in den sozialen Netzwerken wird seitdem intensiv diskutiert: Braucht's die Poller? Sind die Säulen sinnlos oder müssen sich die Straubinger einfach nur daran gewöhnen? In unserer Umfrage der Woche wollten wir von unseren Lesern wissen, was sie von den Pollern halten.

Kein eindeutiges Umfrage-Ergebnis

Insgesamt stimmten 2.326 Leser bei der Frage "Nach dem inzwischen achten Unfall: Wie sinnvoll sind die Poller am Straubinger Ludwigsplatz?" ab. Das Ergebnis zeigt, dass die Meinungen weit auseinander gehen.

40 Prozent (919 Stimmen) sehen die Poller kritisch und antworten mit "Überhaupt nicht sinnvoll! Die Unfälle zeigen, dass das System nicht ausgereift ist, das ist Verschwendung von Steuergeldern."

Dagegen halten 36 Prozent (838 Stimmen) die Säulen für eine gute Idee. Sie stimmten mit "Sehr sinnvoll! Sie halten Autos davon ab, in die verkehrsberuhigte Zone einzufahren – und wer dagegen fährt, ist selber schuld." ab.

24 Prozent (569 Stimmen) sind geteilter Meinung: "Die Idee ist gut, die Umsetzung ausbaufähig. Man sollte über Alternativen nachdenken", sagen sie.

Die Poller als Running Gag

Auf Facebook sind die Poller mehr und mehr zum Running Gag geworden. Sie werden als kommende Ehrenbürger, als Witz der Stadt, ohne die es nichts mehr zum Lachen gäbe oder Touristenattraktion Nummer eins bezeichnet. Ein User schlägt zudem vor, Tischplatten auf den Pollern zu montieren, um sie wenigstens als Biertische zu nutzen, wenn sie (mal wieder) nicht runterfahren wollen.

Aber es gibt auch sachliche Argumente: Ein Nutzer freut sich über die Hindernisse, denn "jetzt können die Stadtbusse nicht mehr mit gefühlten 50 km/h in die Fußgängerzone preschen. Jetzt müssten sie nur noch beim Warten die Möglichkeit geben, dass Fußgänger zwischen den Bussen hindurchgehen können, anstatt um eine 120 Meter lange Busschlange herumlaufen zu müssen, dann wäre viel geschafft." Ein anderer User hält dagegen: "Hier wurde Steuergelder verschwendet. Früher hat das ohne die Poller auch funktioniert. Die Stadtvertreter sollen sich lieber mal um denn Busverkehr kümmern, den ganzen Verkehr zum Hagen umleiten und mehrere Pendelbusse zum Stadtplatz fahren lassen."

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