Umfrage der Woche Laschet oder Söder? idowa-Leser beantworten K-Frage

CDU-Chef Armin Laschet (links) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sind laut eigener Aussage beide bereit zur Kanzlerkandidatur. Wen die Union nominiert, ist noch unklar – die idowa-Leser wiederum haben einen Favoriten, aber auch viele Zweifel. Foto: Michael Kappeler/dpa

Am Sonntag hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bekannt gegeben, dass sowohl er als auch CDU-Chef Armin Laschet für die Kanzlerkandidatur der Union bereit wären. Nun wollen CDU und CSU intern rasch zu einer Entscheidung gelangen. Unsere Leser haben sich in der wöchentlichen Umfrage bereits entschieden. Für Söder sieht es dabei gut aus – sehr viele Menschen haben aber auch eine dritte Option gewählt.

Insgesamt 4.726 Leser haben bei unserer Umfrage der Woche abgestimmt, was zeigt, wie sehr die K-Frage die Menschen momentan beschäftigt. Was diese betrifft, hat Markus Söder in der Umfrage die Nase vorn: 2.510 Leser oder rund 53 Prozent sprachen sich für ihn als Unions-Kanzlerkandidaten aus. Sein Konkurrent Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, liegt meilenweit abgeschlagen mit 174 Stimmen oder etwas weniger als vier Prozent dahinter. Bayerische Leser entscheiden sich klar überwiegend für einen Bayern – so weit, so erwartbar. Interessant ist jedoch auch, dass sich 2.042 Leser (knapp über 43 Prozent) für keinen der beiden Kandidaten entscheiden würden. Sie gaben in der Umfrage an, dass sie auf einen starken Kandidaten der anderen Parteien hoffen. 

Ein Blick in die Facebook-Kommentare unter unserem Post zur Umfrage ergibt ein relativ eindeutiges Bild: Die allermeisten Nutzer machen hier deutlich, dass sie weder Laschet noch Söder gerne im Kanzleramt sähen. Viel Frustration spricht aus den fast 180 Beiträgen, von einer Wahl "zwischen Pest und Cholera" oder vom Kampf "Not gegen Elend" ist mehrmals die Rede. "Keiner von beiden", schreibt ein User, "die können bei der Muppetshow auftreten." Jemand anderes schlägt vor, selbst anzutreten, denn "schlechter kann ich es auch nicht machen." Viele, die mit Söders Vorgehen in Sachen Corona unzufrieden sind, fürchten, dass er als Kanzler seine Politik auch bundesweit umsetzen würde, und sehen schwere Zeiten für Deutschland anbrechen.

Zwischen Klinsmann und Pumuckl

Auch mehr oder weniger ernst gemeinte Gegenvorschläge gibt es zuhauf: Vom ehemaligen Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen über Friedrich Merz, Martin Sonneborn, EU-Abgeordneter für die Satire-Partei "Die PARTEI", seinen Parteikollegen und Kriminalbiologen Dr. Mark Benecke, Ex-Fußballprofi Jürgen Klinsmann und Schlagerstar Hansi Hinterseer bis hin zu Homer Simpson, Pumuckl, Pippi Langstrumpf und Paulchen Panther sind viele Ideen dabei. Auch der Name Hubert Aiwanger fällt einige Male, manche Leser würden auch gerne das CSU-Urgestein Franz Josef Strauß exhumieren. 

Viele Kommentierende äußern aber auch Sorge darüber, dass eine Weder-Noch-Entscheidung in einer Kanzlerschaft der Grünen resultieren würde. "Die Frage ist eher Habeck oder Baerbock", schreibt jemand, und ein anderer User würde sich für Robert Habeck entscheiden "um die AfDler zu ärgern." Manche Leser sehen generell niemanden weit und breit, dem sie den Umgang mit der Corona-Krise und anderen Problemen zutrauen, und ein User schlägt schlicht vor: "Machen wir einfach mal eine Legislaturperiode ohne Kanzler/in!" Eines zumindest wird auch auf Facebook überdeutlich: Der Name Armin Laschet kommt quasi nicht vor. 

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