Ukraine-Krieg Razzia zu Sanktionsverstoß: Durchsuchungen laufen teils noch

Maskierte Polizisten stehen bei einer Razzia vor einem Haus des russischen Oligarchen Usmanow. Foto: Matthias Balk/dpa

Einen Tag nach der Razzia in zwei Dutzend Objekten bundesweit im Zusammenhang mit Verstößen gegen die EU-Sanktionen gegen Anhänger von Kremlchef Wladimir Putin laufen die Ermittlungen weiter. Die Durchsuchungen seien teils noch nicht abgeschlossen, sagte am Donnerstag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II. Die Behörde ermittelt wegen möglicher Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt und das Bundeskriminalamt (BKA) ermitteln zudem wegen des Verdachts der Geldwäsche.

Bei den Durchsuchungen seien umfangreiche Beweismittel vorläufig sichergestellt worden, teilte der nordrhein-westfälische Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) mit. An den Durchsuchungen in Süddeutschland seien auch rund 50 Kolleginnen und Kollegen der Steuerfahndung aus Nordrhein-Westfalen beteiligt gewesen.

Durchsucht wurden am Mittwoch unter anderem Villen am Tegernsee. Kreisen zufolge richtete sich die Aktion gegen den russischen Oligarchen Alischer Usmanow, der mit dortigen Objekten in Verbindung gebracht wird. Die Staatsanwaltschaft München II bestätigte die Identität des Tatverdächtigen nicht. Augenzeugen hatten aber Einsatzkräfte beobachtet, die das Gebäude in Rottach-Egern durchsuchten. Weitere Einsätze mit insgesamt rund 250 Beamten gab es in Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Hamburg.

Laut Mitteilung der Anklagebehörde geht es um einen russischen Staatsbürger. Er werde verdächtigt, im Zuge der Sanktionen, die nach dem Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine verhängt wurden, eingefrorene Gelder ausgegeben zu haben. Damit soll er etwa die Bewachung seiner Immobilien in Oberbayern bezahlt haben.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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