Ukraine-Konflikt Landkreise in Bayern bereiten sich auf Flüchtlinge vor

Menschen steigen auf einem Bahnsteig in Kramatorsk in der Region Donezk in der Ostukraine in einen Zug nach Kiew. Foto: Vadim Ghirda/AP/dpa/dpa

Die bayerischen Landkreise bereiten sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine vor.

Dabei werde aber die Unterstützung von Land und Bund benötigt, sagte der Vizepräsident des Bayerischen Landkreistags, der Fürstenfeldbrucker Landrat Thomas Karmasin, am Freitag. "Insbesondere fordern wir Bund und Land auf, ungenutzte Liegenschaften unverzüglich für die Unterbringung von Menschen aus den Krisengebieten zur Verfügung zu stellen."

Zudem müssten die geltenden Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen für ukrainische Staatsangehörige unbürokratisch vollzogen werden. "Es kann und darf nicht sein, dass traumatisierte Menschen aus der Ukraine in dieser Situation ohne Visum nur für 90 Tage in die Bundesrepublik Deutschland einreisen dürfen oder gar zur Ausreise in ein Kriegsgebiet gezwungen werden, weil deren Visum innerhalb der nächsten Tage und Wochen abläuft", hieß es.

Karmasin betonte: "Wir können in der jetzigen Situation nicht auf seitenlange Verwaltungsanweisungen von oben warten, sondern brauchen eine pragmatische Handhabung." Die bayerischen Landrätinnen und Landräte seien entsetzt über den Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine und fühlten mit den Menschen, über die der Krieg so viel Leid bringe.

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