Liveblog zur Lage in Ostbayern Alle Entwicklungen zum Hochwasser

Auch in Teile der Therme Erding bahnte sich das Hochwasser seinen Weg. Foto: Therme Erding

Vollgelaufene Keller und überschwemmte Straßen: Starkregen hat in Ostbayern an mehreren Orten Schäden verursacht. Während sich die Situation dort langsam entspannt, wird vor allem am Alpenrand weiter vor Hochwasser gewarnt. Alle Entwicklungen zur Hochwasserlage finden Sie unten im Newsblog.

Mittwoch, 1. September, 10.35 Uhr: Die Pegelstände fallen weiter

Die Hochwasserlage in der Region entspannt sich weiter: Fast überall sind aktuell fallende Pegel zu verzeichnen, wie der Hochwassernachrichtendienst Bayern am Mittwochmorgen mitteilte. Im besonders betroffenen Landkreis Kelheim wird die Hochwasserspitze der Donau voraussichtlich im Laufe des Vormittages erreicht. Ab dem Nachmittag sollten die Pegel dann fallen. Bei der Abends tun sie das bereits, hier wird die Meldestufe 2 im Laufe des Tages unterschritten. Ein erneuter Anstieg ist aktuell nicht zu erwarten.

Im Landkreis Landshut liegt die Isar weiterhin im Bereich der ersten Meldestufe, Tendenz allerdings klar fallend. Die Große Vils hat bereits wieder ein normales Niveau erreicht, die Kleine Vils sinkt langsam, aber konstant. Auch im Landkreis Deggendorf wird in den nächsten Stunden mit weiter fallenden Wasserständen gerechnet. Im Kreis Passau steigt der Pegel der Donau aktuell noch, der Hochwasserscheitel wird voraussichtlich in den nächsten Stunden erreicht. Danach sollten die Wasserstände auch hier wieder sinken.

Dienstag, 31. August, 19.18 Uhr: Aufräumarbeiten in der Therme Erding gehen gut voran

"Die Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Hochwasser gestern gehen sehr gut voran, und wir sind vorsichtig optimistisch, dass wir das Hotel Victory am kommenden Wochenende wieder öffnen können. Das ist aktuell das große Ziel, an dem über 50 Mitarbeiter fleißig arbeiten", heißt es in einer Mitteilung der Therme Erding am Dienstagabend.

Im Wellenbad waren heute mehr als 30 Mitarbeiter damit beschäftigt, den Keller, und vor allem die Technik, wieder auf Vordermann zu bringen. Aktuell werden die Hochleistungspumpen in einer Art Ofen mit 120 Grad getrocknet und ein kleiner Teil der Wasseraufbereitungsanlage ist sogar schon wieder in der Umwälzung. 

Dienstag, 31. August, 17.30 Uhr: Wenige Zentimeter haben in Mainburg gefehlt

Am Montagabend um halb acht konnten sich die hiesigen Feuerwehrleute endlich zurücklehnen. "Wir wussten frühzeitig, was auf uns zukommt und konnten daher die Schutzmaßnahmen rechtzeitig einleiten", zeigte sich Mainburgs Bürgermeister Helmut Fichtner am Dienstag begeistert über die Organisation der Einsatzkräfte. "Dadurch konnte ein größerer Schaden verhindert werden. Mainburg ist glimpflich und mit einem blauen Auge davongekommen."

Dienstag, 31. August, 16.06 Uhr: Aktuelle Hochwasserlage im Kreis Kelheim

Das Landratsamt Kelheim warnt weiter vor Überschwemmungsgefahr für bebaute Gebiete. Derzeit steigen laut Angaben des Landshuter Wasserwirtschaftsamtes an zwei Pegeln die Wasserstände. Am Pegel Aunkofen/Abens gilt im Moment Meldestufe 2. Bis zum Abend könnte jedoch Stufe 3 erreicht oder überschritten werden. Am Pegel Kelheim/Donau soll am frühen Abend die Meldestufe 2 erreicht werden. Mit sinkenden Pegelständen rechnen die Behörden an dieser Stelle erst ab Mittwochmorgen. Sie erwarten jedoch nicht, dass der Pegel weiter als auf Meldestufe 2 ansteigt. Am Pegel Mainburg/Abens gab es bereits am Dienstagnachmittag Entwarnung. Dort liegt inzwischen keine Meldestufe mehr vor.

Dienstag, 31. August, 13.06 Uhr: Mehrere Unfälle wegen Starkregen in Schwaben

Bereits am Montag hatten Unwetter in Teilen Südbayerns für Schäden gesorgt. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West berichtete von acht Unfällen durch Starkregen auf den Autobahnen 7 und 96. Mehrere Autofahrer seien am Montag trotz Unwetters zu schnell unterwegs gewesen und dadurch ins Schleudern geraten. Meist blieb es den Angaben zufolge bei Blechschäden.

Dienstag, 31. August, 11.17 Uhr: Wetterdienst warnt vor Starkregen in den bayerischen Alpen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor weiteren Unwettern im südlichen Oberbayern und dem Allgäu. Südlich der Donau werde es am Dienstagmittag und -nachmittag Schauer und vereinzelt Gewitter geben, teilten die Meteorologen am Dienstagvormittag in München mit. In der Alpenregion rechnen sie mit länger anhaltendem Regen als in anderen Teilen des Freistaats. Lokal seien am südlichen Rand Bayerns Niederschlagsmengen bis zu 25 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde möglich. Insgesamt nehme die Starkregengefahr in Bayern gegenüber dem Vortag aber ab, hieß es.

Dienstag, 31. August, 10.25 Uhr: Pegelstände im Landkreis Kelheim

Gestern stand der Pegel der Abens noch bei zweieinhalb Metern, heute hat sich die Lage in Mainburg merklich entspannt. Wie das zuständige Wasserwirtschaftsamt Landshut um 10 Uhr mitteilte, wurde mittlerweile auch die erste Meldestufe wieder unterschritten. Die Tendenz ist weiterhin fallend - es kann also vorerst Entwarnung gegeben werden.

Dafür wappnet sich nun Aunkofen: Hier steigen die Pegelstände aktuell stark an. Bis 12 Uhr könnte auch Meldestufe 3 erreicht werden. Das Hochwasser ist also noch nicht ausgestanden. Die Donau selbst hat am Pegel Kelheim bislang keine Meldestufe erreicht. Das ist aber wohl nur eine Frage der Zeit. Bis zum späten Nachmittag wird der Pegelstand wohl im Bereich der Stufe 2 liegen. 

Dienstag, 31. August, 9.20 Uhr: Warnungen für Erding und Freising aufgehoben

Der Hochwassernachrichtendienst Bayern hat die Hochwasserwarnungen für die Landkreise Erding und Freising heute Morgen aufgehoben. Die Wasserstände in den Gewässern seien allesamt am Fallen und auch die Niederschläge haben nachgelassen. Die Sempt befindet sich aktuell zwar noch in der Meldestufe 1, wird diese laut Prognose aber gegen 10 Uhr unterschreiten. Auch die Isar hat ihren Hochwasserscheitel bei Freising mittlerweile erreicht und wird nun wieder absinken.

Dienstag, 31. August, 9.10 Uhr: Bilanz der Erdinger Polizei zum Hochwasser

Die Erdinger Polizei zieht nach den Überschwemmungen am Montag Bilanz. Mehrmals musste die Feuerwehr wegen Überschwemmungen und vollgelaufenen Kellern ausrücken. In einem Fall musste die Polizei auf einem Volksfestplatz ein Auto abschleppen. In Grünbach wurden mehrere Keller überflutet.

Gegen 12.40 Uhr fuhr eine 35-jährige Münchenerin mit ihrem BMW die Ortsverbindungsstraße von Eichenkofen Richtung Eitting. Aufgrund der anhaltenden Regenfälle war die Straße vollständig überflutet. Dies bemerkte die 35-Jährige zu spät und kam mit ihrem Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn ab. Ein Ersthelfer konnte den BMW mit seinem Fahrzeug wieder zurück auf die Fahrbahn ziehen.

Dienstag, 31. August, 6.22 Uhr: Hochwasser-Lage in Oberbayern entspannt sich

Nach dem starken Regen im nördlichen Oberbayern hat sich die Lage in der Nacht etwas entspannt. Das teilten einige Polizeidienststellen aus betroffenen Gebieten mit. "Grundsätzlich ist die Lage entspannter", sagte eine Sprecherin der Polizei in Dorfen (Landkreis Erding). Am Abend habe die Polizei dort keine größeren Einsätze mehr verzeichnet. Auch die Einsatzkräfte in Geisenfeld im Kreis Pfaffenhofen und Moosburg (Kreis Freising) berichteten von keinen weiteren Einsätzen in der Nacht.

Am Montag waren in Oberbayern zahlreiche Keller vollgelaufen und Straßen überschwemmt worden. Die Stadt Dorfen rief gar den Katastrophenfall aus. In einem Ortsteil mussten rund 250 Menschen ihre Häuser verlassen. Für das südliche Oberbayern hatten der Hochwassernachrichtendienst und der DWD vor Dauerregen und Überschwemmungen gewarnt.

Montag, 30. August, 19.57 Uhr: Teile der Therme Erding vorerst geschlossen

Das Hotel Victory Therme Erding und das Wellenbad der Therme Erding müssen vorerst geschlossen bleiben. Am Montagmorgen brachte der sonst eher träge fließende Itzlinger Graben, der durch den Starkregen enorm angestiegen ist, große Wassermassen mit sich und spülte diese über die Hochwasserschutzwand direkt in die Kellerräume des Hotel Victory. Das komplette Untergeschoss des Hotels sowie der Keller des Wellenbads wurden überflutet. Das Wellenbad ist daher außer Betrieb, genauso wie der Sprudelbrunnen, der Crazy River, das Außenbecken und auch die Sommerrutschen im Thermengarten. Der großzügige Liegebereich unter den Palmen steht den Gästen jedoch weiterhin vollständig zur Verfügung. Die Galaxy Rutschenwelt und auch der Bereich der Vitaltherme & Saunen haben weiterhin wie gewohnt geöffnet und stehen den Gästen zur Verfügung, denn dessen Technikbereiche sind nicht betroffen. Für Dienstag, 31. August, und Mittwoch, 1. September, bietet die Therme Erding nun einen 4 Stunden Erlebnisbad Sondertarif für 20 Euro pro Person an. Wie es danach weitergeht ist derzeit noch nicht absehbar, da die genauen Schäden erst einmal eruiert werden müssen. Auch im Hotel Victory müssen die Gäste auf Übernachtungen verzichten. Am Dienstag und Mittwoch bleibt das Hotel komplett geschlossen. 

Montag, 30. August, 19.15 Uhr: Erdrutsch auf der A94

Nach Angaben der Polizei ist es auf der Autobahn A94 zwischen Lengdorf (Landkreis Erding) und Dorfen zu einem Erdrutsch gekommen. Die Autobahn musste deshalb voll gesperrt worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Aufräumarbeiten zogen sich über mehrere Stunden bis zum Nachmittag hin.

Montag, 30. August, 18.12 Uhr: Wie gefährdet ist Regensburg?

Könnte sich ein Schreckensszenario wie im Ahrtal auch in Regensburg ereignen? Genau sagen kann das bisher niemand. Denn die Städte haben erst begonnen, solche massiven Starkregenereignisse zu untersuchen. Nützllich soll dabei eine Starkregen-Karte sein. Lesen Sie dazu auch: Wie gefährdet ist Regensburg?

Montag, 30. August, 17.54 Uhr: Aktuelle Hochwasser-Lage im Landkreis Kelheim

Wegen der starken Niederschläge erreichte die Abens bei Mainburg heute Nachmittag innerhalb kürzester Zeit zwischenzeitlich Meldestufe vier und schwoll auf über 2,50 Meter an. Es kam zu Überschwemmungen, aber glücklicherweise zu keinen Verletzten. Rund 120 Kameradinnen und Kameraden umliegender Feuerwehren und zusätzliche Helfer des THW waren im Einsatz. Mittlerweile sind die Pegelstände der Abens bei Mainburg stark rückläufig. „Es zeigte sich, dass unsere kommunalen Notfallpläne gegriffen haben. Einsatzkräfte konnten Straßen im Überflutungsgebiet sperren und haben Anwohner durch Lautsprecherdurchsagen informiert. Vielen Dank den ehrenamtlichen Helfern", resümiert Landrat Martin Neumeyer. Die Hochwasserwarnung bleibt jedoch bestehen.

Wie das Wasserwirtschaftsamt Landshut heute mitteilt (Stand: 16.34 Uhr) ist mit einer Überschreitung der Meldestufe 3 am Abens-Pegel in Aunkofen zu rechnen. Dieser wird voraussichtlich am morgigen Dienstagvormittag erreicht. Die Hochwasserwarnung vor Überschwemmungsgefahr für bebaute Gebiete ist bis morgen, 11 Uhr, gültig. Neben der Abens wird auch die Donau Meldestufe 1 am Pegel Kelheim im Verlauf des morgigen Vormittags (31.08.2021) erreichen. Am Pegel Neustadt/Donau wird der Meldebeginn voraussichtlich in der Nacht zum Dienstag erreicht.

Montag, 30. August, 16.57 Uhr: Feuerwehren im Dauereinsatz

Binnen weniger Minuten ist heute Vormittag gegen 10.30 Uhr das Wasser in der Rudelzhausener Ortsmitte rapide angestiegen - in Au und Nandlstadt waren die Feuerwehren da schon seit Stunden im Dauereinsatz.

Montag, 30. August, 16.30 Uhr: Katastrophenfall für Dorfen ausgerufen

Der Erdinger Landrat hat für die besonders betroffene Stadt Dorfen den Katastrophenfall ausgerufen. Dort wurden am Vormittag rund 250 Menschen im Bereich Oberdorfen aufgrund des Hochwassers evakuiert und in einer Turnhalle untergebracht. Hilfsorganisationen sind bereits im Einsatz, um die Menschen sowie die Einsatzkräfte vor Ort zu versorgen.

Montag, 30. August, 15.43 Uhr: Überschwemmungen nach Starkregen im nördlichen Oberbayern

Nach Starkregen sind am Montag im nördlichen Oberbayern zahlreiche Keller vollgelaufen und Straßen überschwemmt worden. Betroffen war vor allem der nördliche Landkreis Freising: Allein in der Gemeinde Au in der Hallertau rückte die Feuerwehr nach Angaben eines Sprechers bis zum Montagnachmittag zu mehr als 50 Einsätzen aus. "Das Wasser stand in manchen Kellern bis zu zwei Meter hoch", sagte der Sprecher. Mehrere Straßenzüge waren überflutet, nachdem unter anderem die Abens über die Ufer getreten war. Meldungen zu Verletzten gab es zunächst nicht. Lesen Sie hierzu Überschwemmungen nach Starkregen im nördlichen Oberbayern

Montag, 30. August, 15.11 Uhr: Hotelkeller der Therme Erding vollgelaufen - rund 400 Gäste umgebucht

Wegen eines vollgelaufenen Kellers hat ein Hotel in Erding nach starken Regenfällen am Montag rund 400 Gäste in anderen Betrieben unterbringen müssen. "Das Hotel ist ohne Strom und deshalb heute geschlossen", sagte ein Sprecher des Unternehmens. Die Gäste würden in Partnerbetrieben untergebracht. Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, war zunächst unklar. Lesen Sie hierzu Hotelkeller vollgelaufen: Rund 400 Gäste umgebucht

Montag, 30. August, 13.48 Uhr: Hochwassergefahr im Kreis Kelheim

Das Landratsamt Kelheim warnt vor Überschwemmungsgefahr für bebaute Gebiete. Aufgrund der starken Niederschläge wurde am Pegel Mainburg/Abens die Meldestufe 4 überschritten. Mit einer Überschreitung der Meldestufe 3 am Pegel Aunkofen/Abens rechnen die Behörden ebenfalls. Die Hochwasserwarnung gilt voraussichtlich bis Dienstag, 9 Uhr. 

Montag, 30. August, 12.52 Uhr: Dauerregen lässt Pegel im Landkreis Landshut steigen

Seit gefühlt mehreren Tagen Dauerregen – auch die Temperaturen sind nicht gerade eines August würdig. Vor allem in der Nacht auf Montag regnete es im Landkreis Landshut ohne Unterlass. Die großen Regenmengen ließen in den Morgenstunden des Montags kleine Bäche über die Ufer treten. Auch wurden Wiesen und Äcker überschwemmt. Lesen Sie hierzu Dauerregen lässt Pegel im Landkreis Landshut steigen

Montag, 30. August, 12.05 Uhr: Warnung vor Überschwemmungen

Durch die starken Regenfälle der letzten Stunden kommt es im nördlichen Landkreis Freising zu Überschwemmungen. Keller und Straßen können überflutet werden. Betroffenen Regionen: Gemeinde Mauern, Gemeinde Au, Gemeinde Hörgertshausen, Gemeinde Wang, Gemeinde Rudelzhausen, Gemeinde Nandlstadt. Lesen Sie hierzu Warnung vor Überschwemmungen

Montag, 30. August, 10.17 Uhr: Südliches Oberbayern: Dauerregen könnte zu Hochwasser führen

Ergiebiger Dauerregen könnte im südlichen Oberbayern in den kommenden Tagen an einigen Flüssen und Bächen zu Hochwasser und Überschwemmungen führen. Vor allem im Chiemgau seien bis Dienstagabend Niederschlagsmengen von bis zu 60 Litern pro Quadratmeter möglich, sagte ein DWD-Meteorologe am Montag. Lesen Sie hierzu Südliches Oberbayern: Dauerregen könnte zu Hochwasser führen

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