Über 3.000 gegen Nürnberg Der Jahn freut sich auf die Rückkehr der Fans

Leere Sitzreihen gehören beim Jahn ab Freitagabend der Vergangenheit an. Foto: imago

Beim Jahn dürfen am Freitagabend erstmals wieder Zuschauer ins Stadion. Das freut die Verantwortlichen und die Mannschaft.

Das Dashboard des Robert-Koch-Instituts wird zurzeit morgens sehr häufig von den Verantwortlichen des SSV Jahn Regensburg angeklickt. Das verriet Geschäftsführer Christian Keller am Donnerstagvormittag bei einer Pressekonferenz, bei der der Jahn die Sponsoring-Verlängerung mit der Rewag und dem Stadtwerk verkündet hat. Der einfache Grund: Die 7-Tage-Inzidenz-Zahl könnte darüber entscheiden, ob das kommende Heimspiel tatsächlich vor Zuschauern ausgetragen werden kann.

Denn laut den politischen Beschlüssen sollen Spiele ab einem Wert von 35 ohne Zuschauer ausgetragen werden. Die Zahl lag in Regensburg am Donnerstag bei 30,8. Letztlich geht man bei den Regensburgern aber davon aus, dass nichts mehr dazwischen kommen wird, zumal es auch einen gewissen Spielraum gebe.

Beim Jahn freut man sich sehr, dass beim Heimspiel gegen Nürnberg am Freitagabend (18.30 Uhr, idowa-Liveticker) wieder Zuschauer ins Stadion dürfen. "In normalen Zeiten würden wir uns über 3.000 Zuschauer bei einem solchen Spiel ärgern. Dieses Mal freuen wir uns ganz besonders auf diese 3.000 Zuschauer", sagte Keller. Trainer Selimbegovic erklärte: "Die Mannschaft freut sich sehr auf das Spiel und die Zuschauer."

Selimbegovic: "Unser Spiel lebt von Emotionen"

Der Jahn-Coach wertet es als wichtiges Signal für die Gesellschaft und hob die Bedeutung der Fans für die Jahnelf hervor: "Unser Spiel lebt von Emotionen und Kampfgeist. Mit den Zuschauern wird ein gewonnener Zweikampf manchmal gefeiert wie ein Tor. Das gibt jedem nochmal einen Extra-Schub. Deshalb sind die Zuschauer für uns vielleicht noch einen Tick wichtiger als in anderen Stadien."

Von den knapp 5.000 Bestandskunden bei den Dauerkarten haben sich rund 3.000 bislang erneut eine Dauerkarte gesichert. In diesem Fall ein Glück für den Jahn, da er bei 20 Prozent Auslastung somit jeden Dauerkarten-Besitzer ins Stadion lassen kann. Der Vorverkauf für Dauerkarten wurde nun zunächst gestoppt. Der Jahn wird auch anschließend aber zunächst ausschließlich Dauerkarten verkaufen, da er bei den für alle ungewohnten Abläufen rund um ein Spiel auch auf einen Lern- und Gewohnheitseffekt setzt.

Bis Freitagmittag, so Keller, sollte dann auch jeder Dauerkarten-Besitzer sein Online-Ticket für die Partie am Abend haben. Bei Problemen hofft er auch auf Verständnis bei den Fans. "Sollte alles reibungslos funktionieren, dann trinke ich am Freitagabend ein Bier - zu Hause", so Keller schmunzelnd. Denn im Stadion wird es ja keinen Alkohol geben.

 
 
 

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