Steh auf, wenn du am Boden bist, steh auf, auch wenn du unten liegst, steh auf, es wird schon irgendwie weitergehen... - der Gassenhauer von Sport-Fan Campino und seinen Toten Hosen dürfte sich in der Volleyballsaison 2020/21 wie ein lästiger Ohrwurm in ihren Gehörgängen eingenistet haben. Die Sagstetter-Brüder verloren mit dem TSV Unterhaching nämlich 19 von 20 Bundesligaspielen. Ein kleiner Trost ist die persönliche Bilanz der beiden Landshuter: Benedikt (20) erhielt eine Einladung von Bundestrainer Andrea Giani, Jonas (22) landete in der Hitliste der besten Angreifer auf dem elften Rang.

Rückblende: Vor Jahresfrist meldeten sich Eltmann, Rottenburg und die AlpenVolleys Haching aus unterschiedlichen Gründen vom Bundesligabetrieb ab. Somit waren auf einen Streich gleich drei Startplätze frei. Der TSV Unterhaching, seinerzeit Zweitligist, fackelte nicht lange und rückte eine Etage höher. Ein Wagnis, ein Abenteuer. Der in der Szene bestens vernetzte Manager Mihai Paduretu verhalf Patrick Steuerwald zu seiner ersten Station als Cheftrainer. Gemeinsam verpflichteten sie ruckzuck ein paar Talente, darunter Jonas Sagstetter (Eltmann) und Benedikt Sagstetter (gegen Ablöse aus Herrsching).