Trainerwechsel in Straubing Van der Mark: Am Ende zu wenig

Verlässt Straubing nach dieser Spielzeit: NawaRo-Trainer Bart-Jan van der Mark. Foto: fotostyle-schindler.de

Volleyball-Bundesligist NawaRo Straubing und Headcoach Bart-Jan van der Mark gehen nach der Saison 2021/22 getrennte Wege. Darauf haben sich Verein und Trainer geeinigt, wie der Verein am Donnerstagtag in seiner Pressemitteilung bekannt gab. „Die Vorstellungen bei der organisatorischen und sportlichen Ausrichtung für die Zukunft liegen zu weit auseinander“, erklärt der scheidende Headcoach. „Nach dieser sehr durchwachsenen Saison brauchen wir einen neuen Impuls“, ergänzt Managerin Ingrid Senft wenige Tage vor dem letzten Heimspiel in dieser Saison.

Viele sportliche Erfolge konnte NawaRo in dieser Saison in der Tat nicht feiern. Gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ äußerte sich van der Mark über die Gründe im Januar wie folgt: Dafür, dass Straubing dieser Qualität momentan nicht ausreichend viel entgegenzusetzen habe, gebe es unterschiedliche Gründe. Zum einen hätten alle, „die im letzten Jahr hinter uns lagen und unzufrieden waren, viel Geld investiert“, um das zu ändern. Die Hauptrunde der vergangenen Saison hatte Straubing als Siebter abgeschlossen. „Aber in der Nische, in der wir operieren, kannst du nicht jedes Jahr Playoffs spielen, das ist unmöglich“, meint der Niederländer. Zum anderen träfen die Nebenwirkungen der Pandemie wie Trainingspausen, Lockdowns und Spielverschiebungen Vereine mit dünn besetzten Kadern härter. Muskelverletzungen häuften sich, eine günstige Balance zwischen Belastung und Regeneration sei nicht immer möglich.

Van der Mark: „Haben uns mehr erhofft“

Außerdem, gab van der Mark gegenüber dem „Straubinger Tagblatt“ vor zwei Monaten in seiner Halbzeitbilanz bereits zu bedenken: „Wir hatten vor der Saison einen Komplettumbruch in der Mannschaft, auf dem Papier sind nur zwei Spielerinnen aus dem letzten Jahr geblieben. Deswegen haben wir bei null angefangen. In der Vorbereitung war zudem zu erkennen, dass die letzten eineinhalb Jahre für viele ausländische Spielerinnen schwer gewesen sind. Andererseits war der Ergebnisdruck in Straubing niedrig, weil in der aktuellen Spielzeit niemand absteigt. Van der Mark gab allerdings zu, „dass wir uns mehr erhofft haben“; der starke Ausbildungscharakter des aktuellen Teams gehe selbst für ihn „einen Schritt weiter, als es eigentlich der Plan war“. Gegen Aufsteiger Neuwied gewann sein Team zweimal, für mehr reichte es bislang nicht.

Senft: "Er hat neuen Input in den Verein gebracht"

Doch nun endet für van der Mark sein auf drei Jahre angelegtes Engagement in der Gäubodenstadt nach zwei Spielzeiten vorzeitig: „Es waren zwei tolle Jahre. Vergangenes Jahr hat das Arbeiten mit Bene viel Spaß gemacht, und in diesem Jahr mit neuem Co-Trainer haben wir uns auch schnell gefunden und das Bestmögliche gegeben, um die Challenges – wie etwa Corona – zu meistern“, so der scheidende Coach. „Ich möchte dem Klub danken, dass er mir das Vertrauen gegeben hat, als Headcoach in der 1. Volleyball-Bundesliga arbeiten zu können. Danken möchte ich auch allen Fans, Spielern, dem Staff, den Helfern und meiner Familie für die Unterstützung in meiner Zeit hier in Straubing.“

Senft bedankt sich bei dem Niederländer für sein Engagement in den vergangenen beiden Jahren. „Bart hat viel neuen Input in den Verein gebracht. Dafür möchte ich mich bei ihm bedanken. Ich wünsche ihm und seiner Familie alles Gute.“ Wie die aussehen wird, ließ van der Mark offen. „Ich bin gerade dabei, meine weitere Zukunft zu planen“, erklärt der 35-Jährige. „Ich wünsche NawaRo alles Gute für die Zukunft!“

 

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