Train Gewalt im Asylbewerberheim - Helferkreis und Nachbarn in Angst

Ein Terrassentisch und die Bestuhlung landeten bei einer der unzähligen Sachbeschädigungen im Garten. Foto: Wittmann

Ein 35-jähriger Asylbewerber macht in Train dem Helferkreis, seinen Mitbewohnern und den Nachbarn das Leben schwer. Die Lage gerät zusehends außer Kontrolle.

„Wir brauchen keinen kriminellen, gewalttätigen Asylbewerber im bisher so ruhigen St. Johann. Die Lage ist nicht mehr sicher“ - Angelika Wittmann, derzeit noch einzige Verbliebene des Helferkreises, die sich um das Anwesen in der Fichtenstraße 10 kümmert, ist am Ende ihrer Kräfte. Ihrer Aussage nach gibt es unter den derzeit 13 Bewohnern - allesamt Männer - einen einzigen, der wohl ein massives Alkohol- und Drogenproblem hat und seinen Mitbewohnern das Leben schwer macht.

Die Mainburger Polizei bestätigt die Aussage der engagierten Helferin durch eine Auflistung von Einsätzen, zu denen sie ins Asylbewerberheim gerufen wurde. Seit Mitte Januar hat das Landratsamt das Haus in der Fichtenstraße 10 angemietet. Anfang April kam es erstmals in der Unterkunft zu einer Streitigkeit, zu der eine Streife ausrücken musste. Schon tags darauf geriet man sich dort wieder in die Haare, damals waren Asylbewerber aus Siegenburg - 30 und 25 Jahre alt und aus dem Irak stammend - zu Besuch. Diese benahmen sich jedoch nicht der Hausordung entsprechend, konsumierten dort nach Aussage der anderen Bewohner Alkohol und Drogen und bedrohten und schlugen die anderen Insassen. Die Polizei ermittelte wegen Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Körperverletzung und Besitz von Betäubungsmitteln.

Obwohl die beiden Iraker aus der Unterkunft Siegenburg Hausverbot im Asylbewerber-Haus in St. Johann haben, tauchte einer der beiden dort Mitte Juni wieder auf und übernachtete auch dort. Am gleichen Tag wurde bei der Polizei Mainburg eine Bedrohung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung sowie Sachbeschädigung im Asylbewerberheim angezeigt. Ein 35-jähriger Iraker hatte seine Mitbewohner in stark alkoholisiertem Zustand mit einem Messer bedroht. Außerdem wurde ein Terrassentisch in den Garten geworfen und zerstört. Nur vier Tage vorher war die Polizei schon einmal zur Unterkunft nach St. Johann - diesmal morgens um 6 Uhr - ausgerückt, weil ein 24-jähriger Iraner mit dem 35-jährigen Iraker in Streit geraten war.

Auch Angelika Wittmann vom Helferkreis berichtet von dem 35-jährigen Iraker, dessen Aggression - auch bedingt durch ein Alkohol- und Drogenproblem, wie sie es schildert - sich gegen die Mitbewohner richtet, die sich mittlerweile zum Schlafen im Keller einsperren müssen.

Sie selbst, so Angelika Wittmann, habe nicht die Möglichkeit, die Situation zu entspannen. Sie fühle sich ebenfalls bedroht und sei ja „nur eine Frau, die nichts zu sagen hat“, wie es der immer wieder randalierende Iraker ausdrückt. „Ich fühle mich nicht zum Märtyrer berufen und werde das Haus und die Bewohner nicht mehr betreuen, wenn sich nichts ändert“, so Angelika Wittmann. Sie betont jedoch, dass es nur der 35-Jährige sei, der ihr die Arbeit vor Ort verleidet. Die übrigen zwölf Männer seien friedlich.

Bürgermeister Gerhard Zeitler, der auch schon von den Nachbarn des Anwesens auf die Zustände in dem Heim angesprochen wurde, kann seinen Mitbürgern nicht helfen: „Das Landratsamt hat das Objekt angemietet, ich bin da als Bürgermeister machtlos“, sagt Zeitler.

Den vollständigen Artikel lesen Sie am Samstag, 25. Juni, in der Hallertauer Zeitung.

 

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