Traditionsduell Nürnberg verliert gegen HSV: "Einfach enttäuscht"

Die Nürnberger Florian Hübner (l) und Sadik Fofana (r) stehen nach dem Abpfiff auf dem Rasen. Foto: Daniel Karmann/dpa

Nürnberg liefert dem Aufstiegsanwärter aus Hamburg lange einen Kampf auf Augenhöhe. Die fehlende Konsequenz vor dem Tor wird eiskalt bestraft. Der «Club»-Kapitän spricht von einer Leistungssteigerung.

Trainer Robert Klauß dirigierte seinen 1. FC Nürnberg nach der Niederlage im Traditionsduell mit dem Hamburger SV energisch in die Kabine. Während die Norddeutschen am Samstag das stimmungsvolle 2:0 ausgelassen unter dem Nürnberger Flutlicht feierten, gab es für die Franken im Innenraum schon die erste Ansprache. Der wieder genesene "Club"-Kapitän Christopher Schindler versuchte als Erster, die dritte Saisonniederlage zu erklären.

"Wir sind einfach enttäuscht. Wir haben mit dem Ball nicht immer gute Lösungen gefunden", bemängelte der 32-Jährige. "Ich glaube dennoch, dass wir über 90 Minuten ein besseres Spiel gemacht haben als beim Sieg in Sandhausen."

35.713 Zuschauen sahen die erwartet intensive, zweikampfbetonte Partie mit vielen Unterbrechungen. Für den größten Aufreger sorgten jedoch nicht die Spieler, sondern Schiedsrichter Felix Zwayer. Nach einem scheinbar klaren Foul an Hamburgers Robert Glatzel (21.) entschied der Unparteiische auf Freistoß für den "Club" und nicht auf Elfmeter für die Norddeutschen. Die HSV-Bank tobte.

Glück für die Franken, die im Gegensatz zu ihren letzten Auftritten diesmal von Beginn an voll da waren. Zuerst scheiterten Johannes Geis und Enrico Valentini (11.), später legte Mats Möller Daehli seinen Schuss knapp neben den Pfosten (31.). "Wir hatten uns schon was ausgerechnet", gestand Mittelstürmer Christoph Daferner. "Einfach enttäuschend heute, dass es nicht geklappt hat."

Keeper Christian Mathenia hatte den "Club" immer wieder im Spiel gehalten. Etwa, indem er einen strammen Schuss von Jean-Luc Dompé (28.) mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte. Beim wuchtigen Hammer von Mario Vuskovic (37.) war aber selbst Nürnbergs Schlussmann chancenlos. "Einfach gut gemacht", erkannte auch Nürnbergs Trainers Robert Klauß den Spielzug Flanke-Kopfball-Schuss an.

Nach der Pause belagerten die Hausherren zunächst den HSV-Strafraum. Den Abschlüssen fehlte aber wie so oft die letzte Konsequenz, um die Gäste ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. "Wir waren einfach nicht zwingend genug", kritisierte Daferner. Und so wurden die Franken in der Nachspielzeit bestraft, als Glatzel (90.+2) gemeinsam mit Ludovit Reis den Ball über die Linie drückte.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

 
 
 

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