Ermittlungen nach tödlicher Kollision Geisterfahrer legte zehn Kilometer auf der B85 zurück

Mit Stopp- und Warnschild sind die Auffahrten auf die B85 gesichert. Foto: Elisabeth Geiling-Plötz

Tage nach dem folgenschweren Unfall am Samstag auf der Bundesstraße 85 kommen erste Ermittlungsergebnisse ans Licht. 

Demnach ist der Geisterfahrer schon am neuen Kreisverkehr am Ortseingang von Roding auf die B85 aufgefahren. Zehn Kilometer lang fuhr er offenbar entgegen der Fahrtrichtung weiter - ohne sich um den Gegenverkehr zu kümmern. Ehe es schließlich um kurz nach 20 Uhr auf Höhe der Abzweigung Cham-Altenmarkt zu der schweren Kollision kam, bei der ein 42-jähriger Autofahrer sein Leben verlor und weitere Fahrzeuginsassen schwerst verletzt worden sind.

Bei den Ermittlern der Polizeiinspektion Cham haben sich erste Zeugen gemeldet, denen der 37-jährige Unfallverursacher entgegengekommen ist. Der Geisterfahrer selbst ist noch nicht vernehmungsfähig, heißt es vonseiten der Polizei. Doch vor allem von seiner Aussage erhoffen sich die Behörden Aufschluss zur Unfallursache. Darüber rätselt auch Dr. Richard Bosl, Abteilungsleiter beim Staatlichen Hochbauamt in Regensburg. Der Fahrer muss im stumpfen Winkel falsch auf die B85 abgebogen sein und dabei Stopp- als auch gelbe Warnschilder übersehen haben. Mehr an Sicherheitseinrichtungen kann sich Bosl an der B85 kaum vorstellen. Aber er versichert: "Der Unfall lässt uns nicht kalt. Wir werden im Januar bei der Unfallkommission über die Einbiegesituation auf die B85 sprechen."

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