Tödliche Gefahr durch Mähwerk Wie Jungtiere vor dem Mähtod gerettet werden

Ein Rehkitz versteckt sich in Ehingen am Ries bei Nördlingen (Bayern) zwischen den hohen Sträuchern einer Wiese. Foto: Matthias Balk/dpa

Ein geflecktes Fell zur Tarnung, kein eigener Geruch, dafür aber ein Duckreflex: Rehkitze können sich im hohen Gras wunderbar vor natürlichen Feinden verstecken - doch gerade das wird ihnen bei Mähwerken zum Verhängnis.

Jäger, Tierschützer und Landwirte suchen im Frühjahr wieder im hohen Gras nach Jungtieren, um sie vor dem Mähtod zu retten. "Das ist für uns eine Herzensaufgabe", betonte eine Sprecherin des Bayerischen Jagdverbands (BJV). Ab Mitte April spüren sie die Tiere mit Drohnen und Wärmebildkameras auf, bevor die Landwirte die Wiesen mähen.

Jungtiere vieler Arten verstecken sich instinktiv im Gras vor Räubern wie Greifvögeln, Füchsen oder Mardern, erklärte die BJV-Sprecherin. Vor allem Rehkitze seien ohne eigene Witterung und und mit ihrem fleckigen Fell gut getarnt. Die Mütter beobachten ihren Nachwuchs aus der Ferne und nähern sich ihm nur zum Säugen.

"Das ist ein ganz schlauer, angeborener Schutzmechanismus der Natur um Jungwild vor Beutegreifern zu schützen, sowohl bei den Rehkitzen, aber auch beim Feldhasen oder anderen Nesthockern." Doch beim Mähwerk endet der Schutzmechanismus tödlich: Statt zu fliehen, ducken sich die Tiere bis zuletzt im hohen Gras.

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