Tirol Schleicher mit Kopfschmuck sind los zur Fasnacht

Mehrere Kilo schwer sind die prächtigen Hüte, die die Burschen auf ihren Köpfen tragen. Foto: Günter Schenk

Licht und Wärme soll sie bringen, ein bisschen Freude in die Herzen der Tiroler. Die Sonne, die ein paar Burschen beim Schleicherlauf früh morgens auf einer langen Stange durch die Marktgemeinde tragen. Ab und zu wirft sich dem Sonnenträger im Bauernkittel ein Herr im Frack vor die Füße. "Liabe Sunna", ruft er laut, "send heut über Telfs deine Strahlen, und zwar, dass man's kannt nit schianer malen, denn miar brauch'n di heut' und jed'n Tag".

Anno 1890, heißt es in einer Chronik, hätte schlechtes Wetter den Schleicherlauf gefährdet, worauf ein paar Witzbolde den Narren rieten, dem Maskenzug doch einfach eine Sonne voraus zu tragen. Also malten die Telfer eine große Sonne auf ein Stück Pappe und steckten sie auf eine Stange. Seitdem sagt man in Telfs, sei der Wettergott gnädig gewesen. Seitdem hätte es noch keine Fastnacht verregnet. Seit jenen Tagen ist auch der Sonnenträger unterwegs, begleitet von einem Wirt, Bäcker, Metzger, Schlosser, Trommler und einem Kaminkehrer, auf dessen Arm gewöhnlich ein Ferkel quietscht.

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