Tipps für den Besuch Was du in der Sauna machen und lassen solltest

Zehn Empfehlungen für die Schwitzstube. Foto: vladoriov, contrastwerkstatt (links), stock.adobe.com, Montage Freistunde

Einfach mal entspannen, die Seele baumeln lassen, runterkommen: Darum geht’s in der Sauna. Trotzdem zögern einige, denn es gibt viele Vorurteile rund um das Thema. Unsere Autorin räumt mit ihnen auf und gibt als begeisterte Sauna-Gängerin Tipps.

Dos

„Probier’s mal mit Gemütlichkeit“: Sauna-Zeit ist Me-Time. Und damit du so richtig entspannen kannst, solltest du genügend Zeit einplanen. Mindestens drei Stunden für die fünfzehnminütigen Saunagänge und die Pausen dazwischen sind ideal.

„Talking body“: Gerade für Anfänger ist dieser Tipp wichtig: Hör auf deinen Körper. In einigen Saunen kann es bis zu 100 Grad Celsius heiß werden. Das ist sehr anstrengend für deinen Körper. Wenn es dir zu viel wird und dein Kreislauf Probleme macht, verlasse die Sauna. Extra-Tipp: Setz dich gegen Ende langsam auf, so schonst du deinen Kreislauf.

„Stay hydrated“: Beim Schwitzen in der Sauna verlierst du bis zu zwei Liter Flüssigkeit. Deshalb ist es wichtig, viel zu trinken. Faustregel: nach der Sauna mindestens einen Liter. Das Wichtigste ist aber, auf deinen Körper zu hören. Wenn du durstig bist, trinke ausreichend.

„Hello from the other side“: Wie auch beim Betreten eines Wartezimmers gilt diese Devise in der Sauna: „Lächeln und Winken!“ Ein freundliches Lächeln, ein huldvolles Nicken oder ein Grußwort deiner Wahl gehören zum Sauna-Knigge mit dazu. „Hallo“ oder „Servus“ ist dabei besonders beliebt. Bei einem nervösen „Morgen“ um sechs Uhr abends erntet man dagegen eher irritierte Blicke.

„Bon Appétit“: Genauso wichtig wie das Trinken ist auch das Essen. Am besten isst du zuvor nur eine leichtere Mahlzeit. Dein Herz pumpt beim Saunieren mehr Blut durch deinen Körper, der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren. Wenn du zusätzlich noch viel im Magen hast, muss dein Körper doppelt so hart arbeiten. Persönlicher Tipp: Das Festessen einfach auf später verschieben. Meine Saunamädels und ich holen uns nach dem Saunieren immer etwas Schnelles auf die Hand. Das gemeinsame Schmausen im geparkten Auto verbindet ebenso sehr wie die Sauna-Gespräche über Gott und die Welt.

Don'ts

„Leave the door open“: Einmal stolperten meine Freundinnen und ich einem Schild entgegen: „Aufguss, bitte nicht betreten“ – Tja, blöd gelaufen. Deswegen ist es wichtig, die Aufgusszeiten im Blick zu behalten. So kannst du frühzeitig die Sauna verlassen, denn während des Aufgusses sollte die Türe geschlossen bleiben.

Not „feeling good“: Ein finnisches Sprichwort besagt: „Wenn Schnaps, Teer und Sauna nicht helfen, dann ist die Krankheit tödlich“, aber wenn du krank bist, schadet dir ein Saunabesuch eher. Die Hitze schwächt nämlich deinen Körper. Also: Wer krank ist, sollte lieber ins Bett.

„I got a hangover“: Vor dem Saunieren oder währenddessen Alkohol trinken, ist ein No-Go. Blutgefäße erweitern sich, das kann zu Kreislaufproblemen führen und Alkohol entzieht Flüssigkeit. Die Feierabenhoibe solltest du dir deshalb erst nach dem Saunagang genehmigen.

„Es lebe der Sport“: Sport ist gesund. Saunieren ist aber keine Extremsportart. Deswegen halte es beim Saunieren wie mein Abiturjahrgang: Gönn dir ausreichend Pausen und lass dich ja nicht stressen. Die Pausen sollten ungefähr doppelt so lange dauern wie der Aufenthalt in der Sauna selbst. Auch dieses Verhältnis mag dir vom Lernen und Pause machen vielleicht bekannt vorkommen.

„Relax, take it easy“: Gerade am Anfang ist es vielleicht komisch für dich, mit so vielen nackten Menschen zusammen zu sitzen. Für mich war es das jedenfalls. Deshalb mein Tipp: Einfach langsam starten. Du kannst dich in ein Handtuch wickeln und deine Augen schließen. Das hilft dir, dich zu entspannen. Auch gibt es in vielen Saunas extra Frauentage, unter Gleichgesinnten fühlst du dich vielleicht noch wohler. Und wenn alle Stricke reißen, habe ich eines gelernt: Dampfbäder sind deine besten Freunde. Darin ist es so nebelig, niemand erkennt darin irgendetwas oder irgendjemanden.

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Hinweis: Dieser Text stammt aus der Freistunde, der Kinder-, Jugend- und Schulredaktion der Mediengruppe Attenkofer. Für die Freistunde schreiben auch LeserInnen, die Freischreiben-AutorInnen. Mehr zur Freistunde unter freistunde.bayern.

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