Tigers, EVL und Co. Der Kampf um die Zuschauer

Die Straubing Tigers sowie 15 weitere Profiklubs aus Hallensportarten kämpfen um Zuschauer. Foto: www.fotostyle-schindler.de

Ein Bündnis von 16 Profiklubs aus den Hallensportarten fordert die Aufhebung der Beschränkungen für Geimpfte, Genesene und Getestete. Auch die Straubing Tigers und der EV Landshut sind dabei.

Es ist ein Hilferuf, auch eine Ansage an die Politik. Die Forderung ist jedenfalls deutlich. 16 bayerische Spitzenklubs aus den Hallen-Sportarten Eishockey, Basketball und Handball haben sich zur Interessengemeinschaft „Indoor-Teamsport-Bayern“ zusammengeschlossen. Ihre zentrale Forderung: Keine Beschränkungen mehr bei der Zahl der geimpften, genesenen und „verantwortlich getesteten“ Zuschauer. Auch die niederbayerischen Eishockeyklubs Straubing Tigers (DEL) und EV Landshut (DEL 2) sind Teil des Bündnisses.

In einer Pressemitteilung, die am Dienstagnachmittag verschickt wurde, heißt es: „Die Klubs der Interessengemeinschaft ‘Indoor-Teamsport-Bayern’ sind sich einig, dass die Corona-Pandemie mit ihren Virusvarianten beachtet und bekämpft werden muss. Aber jeder der Vereine fordert auch das Recht ein, angemessene und rechtsstaatliche Regeln für ein Leben mit Corona zu erhalten. Einerseits muss der Schutz von Zuschauern bei Indoor-Veranstaltungen gewährleistet sein, andererseits darf es aber nicht mehr zu unausgewogenen und nicht-sachgerechten Restriktionen der Zuschauerzahl in Bayern kommen.“ Besonders sauer stößt den Klubs auf, dass gemäß der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung derzeit maximal 1000 Zuschauer „in Gebäuden“ zugelassen und dass genesene und geimpfte Zuschauer in dieser Zahl enthalten sind. Die Zuschauer müssen zudem so verteilt werden, dass sie untereinander einen Abstand von 1,5 Metern einhalten.

Angst vor Benachteiligung bayerischer Vereine im nationalen und internationalen Vergleich

„Die Vereine der Interessengemeinschaft haben kein Verständnis dafür, dass die Anzahl der geimpften, genesenen und verantwortlich getesteten Zuschauer in Bayern weiterhin limitiert wird“, heißt es weiter in der Stellungnahme. „Alle Vereine der Interessengemeinschaft ‘Indoor-Teamsport-Bayern’ fordern deshalb mit Nachdruck, dass die geimpften, genesenen und verantwortlich getesteten Zuschauer künftig bei Spielen der bayerischen Hallen-Team-Sportarten nicht mehr beschränkt werden“. Ansonsten fürchte man, dass bayerische Vereine im nationalen und internationalen Vergleich benachteiligt würden.

Straubing Tigers: Befinden uns in einem laufenden Planungsprozess

Die Straubing Tigers wollten auf Nachfrage unserer Redaktion dazu keine weitere Stellungnahme abgeben und verwiesen auf den Text der Pressemitteilung. Man befinde sich in einem laufenden Planungsprozess und werde zu gegebener Zeit mitteilen, wie die Zuschauerfrage im Eisstadion am Pulverturm gelöst werde. Klar ist: Die Straubing Tigers haben alleine deutlich mehr Dauerkarten verkauft, als nach derzeitigem Stand an Zuschauern zugelassen wäre. Am 13. August ist das erste Vorbereitungsheimspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers terminiert, am 10. September startet die DEL-Saison mit einem Heimspiel gegen die Adler Mannheim.

Neben den beiden niederbayerischen Eishockeyklubs sind die Augsburger Panther, der ERC Ingolstadt, die Nürnberg Ice Tigers (alle DEL), die Tölzer Löwen, der ESV Kaufbeuren, die Bayreuth Tigers (alle DEL2), Brose Bamberg, medi Bayreuth, s.Oliver Würzburg (alle Basketball-Bundesliga), der HC Erlangen (Handball-Bundesliga), die Nürnberg Falcons (2. Basketball-Bundesliga), der HSC 2000 Coburg, der TV Großwallstadt und die Rimparer Wölfe (allle 2. Handball-Bundesliga) Teil des Bündnisses.

 

idowa-Newsletter kostenlos abonnieren

E-Mail-Adresse:
 
 
 

0 Kommentare

Kommentieren

null

loading