Tierwelt Die Sumpfohreule ist wieder fit

Kurz vor dem Start: Markus Schmidberger ist Startpunkt der Sumpfohreule. Foto: nik

Eine Eule hat am Freitagnachmittag das Medieninteresse auf sich gezogen. LBV-Geschäftstellenleiter Markus Schmidberger wilderte den Vogel unter den gespannten Blicken, von Tierschützern, der lokalen Zeitungen und des Fernsehens wieder aus.

Sein Schützling kam etwa vor vier Wochen mit Gehirnerschütterung und Flügelschaden zu ihm. Trotz der Tragik des Unfalls landete eine kleine Sensation in der Umweltstation.

2005 ist die letzte Sumpfohreule in Bayern gesichtet worden. Seither haben sich die Raubvögel beim Brüten hierzulande nicht mehr sehen lassen. Nur auf ihrem Durchzug sind sie dann und wann vorbeigekommen. So wohl auch dieses Mal, als ein paar von ihnen in den Regentalauen bei Cham aufgefallen sind. In eben jenem Zugtrupp gen Osten ist wohl auch die Sumpfohreule unterwegs gewesen. Doch sie traf auf dem Weg gen Pilsen auf ein Auto und trug schwere Verletzungen davon.

Ein Tierfreund brachte sie schließlich nach Nößwartling, wo der Bodenbrüter erstmal untersucht wurde. Diagnose: Schädelhirntrauma und eine Verletzung am Flügel. Ob es mit der Sumpfohreule wieder was werden würde, war fraglich.

Für die weitere Pflege brachte der LBV den Vogel aber nach Regenstauf, wo auch eine bessere Beobachtung seiner Genesung möglich war. Erst nachdem sich in den vergangenen Tagen das Flugbild verbesserte, entschieden sich die Verantwortlichen, zur Wiederauswilderung.

Mit einem Start aus der Hand entließ Schmidberger die Eule in die Natur, die sich gleich ein schützendes Plätzchen in den Wiesen der Chambaue suchte. Damit war sie rasch aus dem Fokus der Kameras verschwunden, die diesen Moment verfolgten. Schmidberger hingegen ging in diesem Augenblick das Herz auf. Schließlich konnte er einem Wildtier die Freiheit wiedergeben.

 
 

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