Tierschutz Naturschützer suchen vogelfreundliche Gärten

Eine Blaumeise (Cyanistes caeruleus) ist in einem Garten zu sehen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

Platz für Vögel und Insekten, Blüten vom Frühjahr bis zum Herbst - kurzum: Das Gegenteil von Stein und Beton wollen Naturschützer in Bayerns Gärten etablieren. Dazu gibt es nun eine Art Wettbewerb.

Unordnung und Vielfalt statt Steinwüsten und Beton: Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und das Bayerische Artenschutzzentrum suchen vogelfreundliche Gärten in Bayern. Mit naturnah gestalteten Gärten oder Balkonen könne jeder einzelne einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt leisten, hieß es dazu aus dem Umweltministerium. Minister Thorsten Glauber (FW) ist Schirmherr der Aktion.

Vögel gelten als Indikatoren für den Zustand von Lebensräumen, wie Oliver Thaßler vom LBV erläuterte. Das heißt: Wo es Vögel gibt, muss es auch viele andere Pflanzen und Insekten geben. Die Menschen sollten ermutigt werden, ihre Gärten entsprechend zu gestalten und mehr "Unordnung" zuzulassen anstatt lebloser Steinwüsten.

Eine naturnahe Gestaltung bedeutet demnach zum Beispiel die Bepflanzung mit heimischen Blühpflanzen und Beerenhölzern. Weitere Kriterien sind Nistmöglichkeiten und -material für Vögel und eine "wilde Ecke" im Garten, in der die Natur sich selbst überlassen ist.

Gärten, die entsprechend gestaltet sind, können eine Plakette erhalten. Verzichten müssen interessierte Bürgerinnen und Bürger dann aber auf den Einsatz von Pestiziden in ihrem Garten, auch Mähroboter dürfen nicht unterwegs sein. Im Vorfeld der Kampagne seien Gartenbewerterinnen und Gartenbewerter geschult worden, sagte Thaßler weiter.

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