Tierleid, Hass, Bedrohung - so betiteln die Tierschutzorganisation "Animals United" eine aktuelle Fotosequenz vom Osterhofener Rossmarkt. Die Bilder lassen die Veranstaltung in einem zweifelhaften Licht erscheinen. Zu sehen sind Pferde mit verletzen Läufen, zu sehen sind Pferdehalter, die den Tierschützern mit offener Feindseligkeit begegnen.

Es ist nicht das ersten Mal, dass "Animals United" schwere Vorwürfe gegen den Rossmarkt erhebt. Eine Situation, in der die Aktivisten vergangenes Jahr ihren Augen und Ohren nicht trauten: Ein Esel soll mit der Schaufel eines Baggers angeschoben und einer Mistgabel traktiert worden sein, weil er sich nicht schnell genug bewegte. Als sie sich einschalten wollten, seien sie beschimpft und bedroht worden, berichten die Tierschützer

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Mit ihren Aufnahmen und einem tierärztlichen Gutachten hat die Organisation jetzt Anzeige beim Veterinäramt erstattet. "Aus Sicht des Tierschutzes sowie aus infektionspräventiver Sicht sind derartige Veranstaltungen abzulehnen", betont "Animals United" unter Berufung auf dieses Gutachten.

Bei der Stadtverwaltung düfte Verwunderung über die Anzeige herrschen. Unmittelbar vor Beginn des Rossmarktes sollen Vertreter des Veterinäramtes die Gegebenheit vor Ort geprüft und für in Ordnung befunden haben, heißt es.