Tiere in teils desolatem Zustand Polizei stoppt Welpentransport auf der A6 bei Pleystein

Die 72 Welpen wurden von der Polizei sichergestellt und auf mehrere Tierheime verteilt. Foto: GPI Waidhaus

Die Grenzpolizei Waidhaus hat am 25. Juni einen Welpentransport auf der A6 bei Pleystein (Kreis Neustadt an der Waldnaab) gestoppt. Die Hunde waren teilweise in einem desolaten Zustand, zudem gab es Ungereimtheiten bei den Papieren. 

Laut Polizeibericht wurden die insgesamt 72 Tiere - darunter Dackel, Huskys und Golden Retriever - in engen Käfigen auf der Ladefläche eines Kleintransporters untergebracht. Die Welpen waren sichtlich dehydriert und apathisch, einige mussten sofort mit Wasser und Infusionen versorgt werden. Der Transporter war unterwegs nach Spanien und Portugal. Ob die Tiere die weitere Fahrt überlebt hätten, ist mehr als fraglich. Weil die Transportweise nicht den gesetzlichen Regelungen entspricht und die Welpen zudem noch nicht das vorgeschriebene Alter erreicht hatten, wurden die Hunde auf mehrere Tierheime verteilt, die sich vorerst um sie kümmern werden. 

In dem Fahrzeug befanden sich drei Männer aus der Slowakei. Sie gaben an, Transporte wie diesen gewerblich durchzuführen. Sie hatten auch Impfpässe und Heimtierausweise für die Welpen dabei - allerdings traten hier bei einer Kontrolle mehrere Ungereimtheiten zutage. Laut Polizei besteht der Verdacht, dass die Dokumente verfälscht sind. Die Ermittlungen dauern an. Auf die Transporteure kommen in jedem Fall Anzeigen nach dem Tierschutzgesetz zu. Sollte sich der Fälschungsverdacht bestätigen, müssen sie sich auch wegen Urkundenfälschung verantworten. 

Der Wert der Hundewelpen wird auf über 100.000 Euro geschätzt, was zeigt, wie lukrativ derartige Transporte für Tierhändler sein können. Die Polizei rät interessierten Hundekäufern deswegen, Welpen nur bei seriösen Anbietern zu erwerben. 

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